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Foto: St. Vincenz-Krankenhaus/Hoppe
Dr. Tim Alexander Alten (Sektionsleiter Klinik für Radiologie) und Dr. Mete Dadak (Chefarzt der Klinik für Radiologie, MBA) mit dem kleinsten Stent-Retriever der Welt.
Kreis Paderborn

Premiere für den kleinsten Retriever der Welt

Samstag, 8. Mai 2021 von NR Redaktion

Der weltweit kleinste Stent-Retriever zur Therapie von Schlaganfällen wurde jetzt erstmals im Paderborner St. Vincenz-Krankenhaus eingesetzt.

Das Team der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie ist das erste in ganz Ostwestfalen-Lippe, das diese medizinische Innovation während der Schlaganfall-Behandlung nutzt: Mit Hilfe eines hauchdünnen Drahtgeflechtes können selbst feinste Gefäße von gefährlichen Blutgerinnseln befreit werden.

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Bei einem Schlaganfall kommt es darauf an, die Ursache schnellstmöglich zu beheben und Gerinnsel aus den Blutgefäßen der betroffenen Patienten zu entfernen. Dies geschieht in vielen Fällen durch die sogenannte Thrombektomie: Kleine Katheter und Stents beseitigen die Verstopfungen und stellen den Blutfluss wieder her. Einige Gerinnsel sitzen allerdings in kleinsten Hirnarterien, die nur schwer zu erreichen sind.

Hier kommt der winzige Stent-Retriever ins Spiel: Durch einen Steuerungs-Mechanismus können die Radiologen den weichen Draht in verschiedenen Ebenen bewegen und maßgeschneidert an die Gefäß-Anatomie des Patienten anpassen. Das Risiko, angrenzendes Gewebe zu beschädigen, ist somit gering. Bislang ließen sich Stent-Retriever nicht individuell einstellen.

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Das neue Instrument wird ausschließlich im Rahmen einer mechanischen Thrombektomie angewendet. Die St. Vincenz-Radiologie ist die einzige Klinik im Raum Paderborn, die Schlaganfall-Patienten mit diesem Verfahren behandeln kann. Bislang konnten gut 60 Patienten thrombektomiert werden.

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