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Foto: Polizei Paderborn
Schon 32 Mal musste die Polizei im neuen Jahr im Zusammenhang mit Wildunfällen ausrücken.
NR-Land

Polizei warnt vor Wildwechsel: Schon 32 Unfälle im neuen Jahr!

Donnerstag, 14. Januar 2021 von Heike Tebbe

Neben Glatteis hat auch der Wildwechsel die Polizei und die Rettungskräfte im Kreis Paderborn in den letzten Tagen auf Trab gehalten. Allein 32 Unfälle mit Wild verzeichnet die Polizei bis Anfang der Woche.

Der Grund: Wildtiere sind zur Zeit vermehrt auf Nahrungssuche und wandern dabei auch über Straßen. In diesen Tagen, die oft sehr lange dämmerig sind, fühlen sie sich dabei besonders sicher. 

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Überwiegend Sachschaden 

Laut Polizei sind bei Wildunfällen prinzipiell überwiegend Sachschäden zu beklagen. Verletzungsgefahr bestehe vor allem dann, wenn die Fahrer dem Tier ausweichen, von der Fahrbahn abkommen oder in den Gegenverkehr fahren. 

Die ganz überwiegende Anzahl der gemeldeten Unfälle ereignet sich mit Rehen – für den Autofahrer relativ ungefährlich. Auch ein Wildschwein ist zwar ein ernster, aber letztlich doch unterlegener Kollisionsgegner. Damwild ist ebenfalls von der Masse her keine große Gefahr. In Einzelfällen können diese großen Tiere aber die Windschutzscheibe durchschlagen und in das Auto eindringen, was  dann für die Insassen gefährlich sein kann ist.

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Was tun beim Wildunfall?

Aufgrund der Häufung von Wildunfällen bittet die Polizei im Kreis Paderborn um besondere Aufmerksamkeit, da in vielen Bereichen des Kreises auch tagsüber mit Wildwechsel gerechnet werden muss und es dadurch zu gefährlichen Situationen kommen kann. Außerdem erklärt sie, was im Falle eines Wildunfalls zu tun ist:

• Rechnen Sie außerhalb geschlossener Ortschaften stets mit Wild. Rehe und Hirsche sind dämmerungsaktiv, können aber auch gerade jetzt plötzlich tagsüber auftauchen. Wildschweine sind darüber hinaus auch nachts unterwegs. Insbesondere am Übergang von Wald und Wiese sowie entlang von Maisfeldern gilt besondere Vorsicht.

• Fahren Sie vorsichtig, seien Sie bremsbereit. Wählen Sie Ihre Geschwindigkeit so, dass Sie auch in Kurven jederzeit eine Vollbremsung machen können, ohne die Beherrschung über das Fahrzeug zu verlieren. Wer beispielsweise mit Tempo 60 statt 80 fährt, verkürzt den Bremsweg um mehr als 30 Meter.

• Taucht Wild auf, bremsen Sie sofort kontrolliert ab. Achten Sie dabei auf den nachfolgenden Verkehr. Halten Sie nötigenfalls an. Das heimische Wild ist in seinem Verhalten unberechenbar. Es kann weiter laufen, plötzlich stehen bleiben und auch umdrehen und wieder zurückkommen. Wo ein Tier auftaucht, gibt es noch weitere.

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Steuer festhalten und bremsen!

• Machen Sie keine unkontrollierten Lenkbewegungen. Halten Sie bei Gefahr im Zweifel das Steuer fest und bremsen Sie mit aller Kraft. Riskieren Sie lieber eine Kollision mit dem Wild als mit einem Baum oder dem Gegenverkehr.

• Wenn Sie einen Wildunfall erlitten haben, kontaktieren Sie in jedem Fall sofort den zuständigen Jagdpächter oder die Polizei. Die Entsorgung getöteter Tiere und die Nachsuche nach verletzten Tieren muss unmittelbar erfolgen. Getötete Tiere zum eigenen Verbrauch selbst mitzunehmen ist übrigens verboten und wird als Jagdwilderei bestraft.

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