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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Der Fahrradhelm kann vor schweren Folgen schützen.
NR-Land

Polizei warnt: So dramatisch können Fahrten ohne Helm enden

Samstag, 2. Oktober 2021 von Heike Tebbe

„Der Helm konnte Schlimmeres verhindern“: Immer wieder liest man in den Presseberichten der Kreispolizeibehörden Paderborn und Soest diese Anmerkung im Zusammenhang mit Unfällen von Fahrrad- und Pedelecfahrern. Angesichts des starken Anstiegs insbesondere an Pedelecs appellieren die Polizeibehörden deshalb dringend, beim Fahrrad- und Pedelecfahren einen Helm zu tragen, denn: Der Helm ist der Airbag des Radfahrers. In Stichproben der Polizei nutzten nur rund die Hälfte der Biker einen Helm.

Im Kreis Paderborn ist fast jeder Dritte, der bei einem Verkehrsunfall verletzt wird, ein Radfahrer. Im letzten Jahr verzeichnete die Kreispolizeibehörde Paderborn sogar einen 46-prozentigen Anstieg bei schwer verletzten Pedelec-Fahrern. Insgesamt verunglückten 363 Radfahrer im vergangenen Jahr.

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Auch auffällig: Die Zahl der Radfahrer, die außerhalb des Stadtgebiets verunglücken, ist um etwa ein Viertel gestiegen. Meist handelt es sich dabei um Alleinunfälle: Hindernisse wie Äste oder Bordsteinkanten oder plötzliche Ausweich- und Bremsmanöver gehören zu den häufigen Unfallursachen.

Auch im Kreis Soest ist die Zahl der verunglückten Pedelecfahrer stark angestiegen: Verunglückten 2016 gerade einmal 14, so ist diese Zahl 2020 auf 65 angestiegen. Fast die Hälfte der Verunglückten waren Senioren.

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25 „Stukis“ sind ganz schön schnell

„Pedelecs werden von anderen Verkehrsteilnehmern, aber auch von den Benutzern selbst oftmals unterschätzt“, so die Kreispolizeibehörde Soest. Die Verkehrssicherheitsberater raten deshalb, das Fahren, Anfahren und Bremsen in einem abgesicherten Verkehrsraum zu üben, bevor es auf die Straße geht. „Auch wenn mancher meint, dass 25 Stundenkilometer nicht sehr schnell sind, ist es für Menschen die dieses Tempo vorher nicht gefahren sind, oftmals zu schnell“, so die Polizei.

Die fehlende Knautschzone bei Fahrrädern kann dann zu schweren Verletzungen führen. Darum empfiehlt die Polizei dringend, einen Fahrradhelm zu tragen. Er verhindere zwar keine Unfälle, doch biete er Schutz vor Kopfverletzungen, so die Erfahrungen der Beamten.

Verstärkter Blick auf Radler

Sowohl im Kreis Paderborn als auch im Kreis Soest will die Polizei ihr Augenmerk verstärkt auf die Rad- und Pedelecfahrer richten. „Sie haben sich genauso wie andere Verkehrsteilnehmer an sämtliche Regeln der Straßenverkehrsordnung zu halten“, so die Polizeibehörde Soest. Dazu gehöre auch, dass man als Radfahrer genauso wenig sein Handy benutzen sollte wie als Autofahrer. Mittlerweile sind fast täglich die Radstreifen der Polizei unterwegs.

Die Verkehrssicherheitsberatung der Kreispolizeibehörde Paderborn bietet kostenlos Veranstaltungen zum Thema „E-Bike, Pedelec & Co.“ an. Informationen dazu gibt es telefonisch unter 0 52 51 306-43 50. Ebenso sind bei den Verkehrssicherheitsberatern der Paderborner Polizei gedruckte Flyer erhältlich.

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