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Zwei Polizeibeamte bei einer Verkehrskomntrolle am Pohlweg in Paderborn.
Foto: Polizei Paderborn
Umland (Raum Paderborn)

Polizei beim Einsatz gegen illegale Autorennen mit Stein angegriffen

Montag, 31. Mai 2021 von NR Redaktion

Die Paderborner Polizei führte am Freitag, 28. Mai, einen Sondereinsatz in Paderborn durch, um gegen illegale Autorennen zu verhindern, die immer wieder Anwohner und andere Autofahrer beeinträchtigen. Dabei kam es auch zu einem äußerst gefährlichen Angriff, auf eine positionierte Kontrolleinheit.

In Paderborn zeigen die Zahl einen deutlichen Anstieg bei verbotenen Kraftfahrzeug- und Beschleunigungsrennen , insbesondere im Stadtgebiet. Die mit der Pandemie einhergehenden Einschränkungen bezüglich alternativer Freizeitangebote wirken sich begünstigend auf Zusammenkünfte der Szene aus. Diese ist nicht homogen, sondern kann sich neben Rasern auch aus Tunern und Posern zusammensetzen.

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Die Polizei kontrollierte mit einem Messfahrzeug und mit Lasergeräten die Geschwindigkeit an verschiedenen Stellen, unter anderem am Berliner und Herbert-Schwiete-Ring, sowie auf der Neuhäuser- und Friedrichstraße. Darüber hinaus kam auf bekannten Anfahrtswegen Videomesstechnik zum Einsatz. Insgesamt stellten die eingesetzten Kräfte dabei 242 Geschwindigkeitsverstöße fest und ahndeten 24 weitere Verkehrsverstöße.

Eine Schallmessung wird im Rahmen der Verkehrskontrolle durch einen Kfz-Sachverständigen durchgeführt. Foto: Polizei Paderborn

Ein Messfahrzeug der Polizei Paderborn war auf einem parallel zur B 1 verlaufenden Radweg in Fahrtrichtung Paderborn eingesetzt. Von der Brücke der Kleestraße aus wurde ein ca. 25 mal 20 Zentimeter und etwa zehn Kilo schwerer Stein aus einer Brüstungshöhe von 6,30 Meter auf das Messfahrzeug geworfen. Die Einsatzkräfte blieben unverletzt, das Fahrzeug wurde durch den zweifach auf das Dach aufschlagenden Stein deutlich beschädigt. Die Ermittlungen zu den Tatverdächtigen dauern an.

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Auf einem Parkplatz der Universität Paderborn am Pohlweg sammelten sich gegen 21.30 Uhr ca. 40 Fahrzeuge. Aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung wurden anlassbezogen Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Die Polizei stellte auch an weiteren szenerelevanten Anlaufstellen im Stadtgebiet Paderborn Ansammlungen von Fahrzeugen und Personen fest und kontrollierte entsprechend. Insgesamt wurden im Verlauf des Abends 109 Platzverweise ausgesprochen.

Zu laut, zu tief: Ein sichergestelltes Fahrzeug wird abgeschleppt. Foto: Polizei Paderborn

Zwei Fahrer wurden wegen Trunkenheit am Steuer aus dem Verkehr gezogen, ein weiterer Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Während des gesamten Einsatzes kontrollierten die Einsatzkräfte bei rund 1.880 Fahrzeugen die Geschwindigkeit. Speziell aus- und fortgebildete Beamte kontrollierten gemeinsam mit zwei Kfz-Sachverständigen 50 PKW auf technische Mängel und unzulässig Veränderungen. Bei 17 Fahrzeugen wurden technische Mängel festgestellt, bei 21 Fahrzeugen war aufgrund von Veränderungen die Betriebserlaubnis erloschen, acht von ihnen wurden zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt

Unterstützt wurde die Polizei am Freitagabend durch die Stadt Paderborn. Dazu wurde Absperrmaterial bereitgestellt, der Radarwagen eingesetzt und die B.O.S.S.-Wache bestreifte die Treffpunkte der Szene mit einem Team.

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Der Leitende Polizeidirektor Ulrich Ettler, Leiter der Abteilung Polizei, erklärt: „Gemäß unserer Schwerpunktausrichtung gehen wir in Paderborn gegen illegale Kraftfahrzeugrennen mit aller gebotenen Härte vor. Wir dulden diese nicht und ahnden Verkehrs-Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent.“

Polizeirat Jan Gellusch, Leiter der Direktion Verkehr Polizei Paderborn, ergänzt: „Wir werden derartige Schwerpunkteinsätze auch zukünftig regelmäßig und in aller Konsequenz durchführen. Mein oberstes Anliegen in diesem Zusammenhang ist die Verhinderung schwerer Raserunfälle und der Schutz aller Unbeteiligten. Bürgerinnen und Bürger müssen vor diesem Phänomen geschützt werden und sollen sich angstfrei auf den Straßen in und um Paderborn bewegen können.

Dabei stehen eindeutig nicht diejenigen im Fokus der Polizei, die rechtskonform und verantwortungsbewusst ihrem Hobby nachgehen, sondern es sind die so genannten „Raser und Poser“, die sich aus niederen Motiven gleichgültig über die gelten Regeln hinwegsetzen sowie die „Dater“, die diesem Treiben eine Bühne bieten, derer wir uns auch weiterhin nachhaltig annehmen.

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