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Foto: Johannes Büttner
Fast 30 Jahre war die Pfarrkirche St. Nikolaus seine geistige Heimat. Jetzt verabschiedet sich Pfarrer Peter Gede in den Ruhestand.
Büren

Pfarrer Gede geht in den Ruhestand

Montag, 27. Juni 2022 von Johannes Büttner

Für die St. Nikolaus-Gemeinde und den ganzen Pastoralverbund endet eine Ära: Pfarrer Peter Gede geht zum 31. Juli in den Ruhestand. Am Sonntag, 26. Juni, verabschiedete er sich offiziell von seiner Gemeinde.

Wie für Priester üblich, hat Peter Gede mit seinem 70. Geburtstag im Januar seinen Rücktritt eingereicht. Seit mehr als 40 Jahren ist er Priester, fast 30 Jahre davon in Büren. Viele Bürener hat er getauft, auf die Erstkommunion und Firmung vorbereitet, vielleicht mittlerweile auch schon verheiratet und ihre Kinder getauft. Und ebenso hat er – wie er selbst feststellt – eine ganze Generation beerdigt.

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Peter Gede wurde 1952 in Hamm geboren. Nach der Priesterweihe 1981 war er zunächst als Vikar in Iserlohn-Letmathe und dann als Pastor in Salzkotten-Thüle tätig. Gleichzeitig war Peter Gede Diözesan-Seelsorger der KjG (Katholische junge Gemeinde). An diese acht Jahre denkt er oft zurück, da ihn die Dorfgemeinschaft in Thüle sowie die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen sehr begeistert und geprägt haben.

Am 17. Oktober 1993 wurde Peter Gede von Dechant Josef Kersting (Brenken) in das Amt des Pfarrers von St. Nikolaus Büren eingeführt. In den folgenden Jahren erlebte und gestaltete er die Veränderungen in der Gemeindestruktur der katholischen Kirche mit. Zunächst nur Pfarrer einer Gemeinde, übernahm er 2004 die Leitung des Pastoralverbundes Büren-Süd (Büren, Siddinghausen, Weine, Weiberg, Harth und Hegensdorf). Dieser wurde 2011 zusammen mit dem Pastoralverbund Kleiner Hellweg-Almetal (Steinhausen, Brenken, Ahden, Wewelsburg) zu einem großen Pastoralverbund mit zehn Gemeinden zusammengelegt. Peter Gede war seitdem sozusagen Manager eines mittelständischen Unternehmens – allerdings hat er sich selbst nie so gesehen: Als Priester wollte und will er vor allem Seelsorger für die Menschen sein. 

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In den letzten vier Jahren konnte er wieder mehr Freiräume für die seelsorgliche Arbeit finden, da er seitdem von Verwaltungsleiterin Anja Werthmann unterstützt und entlastet wird. Auch bei der Einführung der Verwaltungsleitungen – und bei vielen anderen Projekten – hat sich gezeigt, wie offen Peter Gede für neue Entwicklungen ist.

Peter Gede war es stets ein Anliegen, im großen Pastoralverbund die Selbstständigkeit der Gemeinden zu bewahren, keine Großpfarrei zu gründen und eine dezentrale Struktur aufrechtzuerhalten. Mit der Beauftragung von Laien für die Leitung von Wort-Gottes-Feiern sowie für den Beerdigungsdienst, was beides von Pfarrer Gede sehr gefördert und unterstützt wird, sind die Gemeinden nun gut aufgestellt für den Weg in die Zukunft.

Eine Möglichkeit, mit Jung und Alt in Kontakt zu bleiben, waren die Gemeindefahrten und Ferienfreizeiten, die Pfarrer Gede angeboten und begleitet hat. Wer ihm dort oder bei einer anderen Gelegenheit kennengelernt hat, hat einen Priester erlebt, der sehr viel Freude, Fröhlichkeit, Gelassenheit und Gottvertrauen ausstrahlt. Diese Eigenschaften hat er sich auch in Zeiten persönlicher Schicksalsschläge und der Krise der katholischen Kirche bewahrt. Sein Motto ist „Glaube(n) soll Freude machen!“ Das lebt er, damit kann er andere begeistern. 

Im Ruhestand wird Peter Gede zunächst weiterhin in Büren wohnen bleiben. Sein Wunsch für die Zukunft – für sich und die Menschen im Pastoralverbund: „Nicht aufhören Gott und die Kirche zu lieben und zu vertrauen – trotz aller Enttäuschungen.“ 

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