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Viele Frauen sind von Gewalt in der Ehe betroffen und retten sich ins Frauenhauis
Frauen in Notsituationen benötigen dringend Schutzräume.
Umland (Raum Paderborn)

Paderborner Linke will geschlossene Hotels als Schutzwohnungen nutzen

Dienstag, 14. April 2020 von NR Redaktion

Fast alle Hotels und Restaurants sind wegen des Corona-Kontaktverbotes geschlossen. Nun macht die Links-Fraktion in Paderborn einen Vorschlag, wie sich diese leerstehenden Zimmer nutzen lassen.

„Wir brauchen jetzt dringend städtische Schutzwohnungen, um Frauen in Krisensituationen aufzufangen, zum Beispiel in den geschlossenen Hotels. Dazu gehören Betroffene von häuslicher Gewalt. Ebenso obdachlose Frauen, denn diese werden für Schlafplätze vielfach sexuell ausgebeutet. Und auch Prostituierte stehen mit der Schließung der Bordelle vor dem Nichts. Hier muss Paderborn dringend handeln, damit diese Frauen nicht ungeschützt bleiben und sozial abstürzen“, fordert Elke Süsselbeck, die Bürgermeisterkandidatin für die Linke in Paderborn ist.

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Elke Süsselbeck
Elke Süsselbeck kandidiert für die Linke in Paderborn als Bürgermeisterkandidatin.

Elke Süsselbeck erläutert: „Frauen retten uns nicht nur mit schlecht bezahlter Arbeit in Pflege und Einzelhandel durch die Krise, sie sind auch besonders gefährdet.“ Das freie Frauenhaus in Paderborn leiste tolle Arbeit. Aber sie mussten 2018 schon 130 Frauen und fast 300 Kinder wegschicken, weil die Plätze nicht reichen.

In Krisenzeiten werde sich das Problem zuspitzen. Ich mache mir zudem Sorgen, wie Prostituierte durch die Krise kommen. Vor allem die ausländischen Frauen haben oft kein soziales Netzwerk in Deutschland. Hier braucht es neben Schutzwohnungen noch mehr Ausstiegshilfen aus der Prostitution.“

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„Hotelzimmer wären auch geeignet, die problematischen Sammelunterkünfte für alle Obdachlosen aufzulösen.“ Abstand halten gehe nur im Einzelzimmer. Das schütze auch Frauen, und die Hotelbetriebe hätten wieder Einnahmen in der Krise.

Außerdem müsse verhindert werden, dass noch mehr Sozialwohnungen aus der Preisbindung fallen. Preiswerter Wohnraum ist in Zeiten mit massenhaftem Kurzarbeitergeld der Schutzraum für sozial Benachteiligte, ergänzt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Rat der Stadt Paderborn.

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