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Bei den Hauptorganisatoren der Spendenaktion liefen viele Fäden zusammen (v.l.): Franz Heinrichsmeier, Mario Kleinemeier, Rudolf Bracht und Manuel Tegethoff.
NR-Land

OWL-Schützen machen gemeinsame Sache

Montag, 25. Juli 2022 von NR Redaktion

Ein Jahr nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe 2021 in Rheinland-Pfalz und NRW – insbesondere im Ahrtal – mit mehr als 180 Toten und Schäden in Milliardenhöhe, hat der Diözesanverband (DV) Paderborn des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) Schlussbilanz der schützenbrüderlichen Hilfsmaßnahmen gezogen

Neben der gewaltigen Spendensumme, die unter der Regie des DV Paderborn zusammenkamen (225.000 Euro), sammelten zudem viele Bruderschaften und Schützenvereine in Eigenregie, so dass „man insgesamt von einer Gesamtspendensumme der Schützen in Höhe von mehr als 500.000 Euro ausgehen kann“, sagte Diözesangeschäftsführer Manuel Tegethoff aus Niederntudorf jetzt anlässlich einer Zusammenkunft der Hauptorganisatoren.

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Schon einen Tag nach der verheerenden Flut hatten der DV Paderborn und der Bund der St.-Sebastianus-Schützenjugend (BdSJ) im heimischen Diözesanverband nach einem Abstimmungsgespräch ein Spendenkonto  eröffnet. 

Zwei weitere Tage später kam es zu einem Spendenzusammenschluss der vier großen Schützenverbände in OWL: DV Paderborn, Kreisschützenbund Büren, Kreisschützenbund Lippstadt sowie Schützenkreis Gütersloh. „Unsere Aktion ‚Gemeinsam stark – Schützen helfen‘ war ein großartiger Erfolg. Das Spendengeld ist eins zu eins dort angekommen, wo es gebraucht wurde“, so Diözesanbundesmeister Mario Kleinemeier aus Westerwiehe, zu dieser erstmaligen verbandsübergreifenden Aktion, die rein ehrenamtlich gestemmt wurde. 

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Hauptziel der Spendenaktion war von Anfang an, Spendengelder über die Schützenvereine in den betroffenen Hochwassergebieten unkompliziert und schnell zu verteilen und dabei stets Transparenz für alle, die gespendet haben, sicherzustellen. „Die Menschen vor Ort wissen am besten, wer Hilfe benötigt und was benötigt wird“, unterstreichen Ehren-Diözesanschießmeister Franz Heinrichsmeier aus Mantinghausen und Diözesanschießmeister Rudolf Bracht aus Salzkotten.

Rudolf Bracht, der sich vor Ort auch selbst ein Bild von den Zerstörungen machen konnte: „Die Wassermassen haben manche Schützenhäuser ganz weggerissen, Gebäude überschwemmt, Schießsportanlagen und das Interieur zerstört. Vielfach gab es Totalschäden. Übrig blieben oft nur noch Metall- und Elektroschrott.“ 

Mehrere heimische Bruderschaften  und Schützenvereine stellten den betroffenen Schützen Ersatz zur Verfügung. „Viele Jungschützen packten wochenlang an und halfen mit, Gebäude und mit Schlamm vollgelaufene Kellergeschosse wieder wasser- und schmutzfrei zu bekommen“, berichtet der Diözesanschießmeister.

Ausgezahlt wurden die Spenden in mehreren Tranchen und in Abstimmung mit dem BdSJ sowie den Empfängern in den BV Stollberg, Erftstadt, Euskirchen, Schleiden, Rhein-Ahr, Trier im Zeitraum Juli 2021 bis April 2022. 

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