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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Luftaufnahme eines Sturms, symbolisch für den herannahenden Orkan.
NR-Land

Orkan rast aufs NR-Land zu: Müssen Kinder zur Schule?

Freitag, 7. Februar 2020 von Franz Purucker

Ein Orkantief rauscht Sonntag heran. Massive Schäden sind zu befürchten. Der Sturm trifft am Nachmittag auf die Nordwesthälfte. In der Nacht zum Montag erreicht er die mittleren und südlichen Landesteile. Der Höhepunkt soll am Montag und Dienstag, 10. und 11. Februar, erreicht werden. Es ist mit Orkanböen von deutlich über 100 Stundenkilometern zu rechnen. Ein wichtiges Sportereignis in der Region ist betroffen.

„Der Wind nimmt schon vormittags im Nordwesten und
Westen spürbar zu. Rasch fegen erste Sturmböen übers Land. Am Nachmittag steigert sich der Sturm zum Orkan, dann drohen verbreitet Böen bis 120 km/h, schlimmstenfalls sogar bis zu 140 km/h.“, befürchtet Matthias Habel, Meteorologe von WetterOnline.

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Der Hintergrund: Über dem Atlantik südlich von Grönland braut sich ein Tiefdruckmonster zusammen. In den Bergen wird mit Orkanböen von bis zu 160 Stundenkilometern erwartet. 

Auf Grund der angekündigten Stärke des Orkans warnen die Städte in der Region vor dem Betreten der Wälder. Jede Waldbetretung ist möglichst zu vermeiden und erfolgt ab sofort auf eigenes Risiko. Während und auch nach dem Durchzug des Orkans ist mit unerwartet umstürzenden Bäumen und vor allem herabfallenden, auch starken, Ästen zu rechnen.

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„Ein großes Problem ist, dass der Sturm auf geschwächte Bäume trifft. Sie sind bundesweit durch die Dürre der letzten beiden Jahre massiv geschwächt oder bereits abgestorben. Orkanböen haben diese Bäume nichts mehr entgegenzusetzen. Es ist zu befürchten, dass sie reihenweise umfallen und verbreitet zu Verkehrsbehinderungen
führen.“, sagt Matthias Habel

Gefahr bedeutet dies auch für den Weltcup im Skispringen, der am Wochenende in Willigen im Sauerland stattfindet. Auf der A44 sollen Baumfällarbeiten schneller durchgeführt werden, damit diese nicht mit dem Sturm zusammenfallen.

Müssen Kinder zur Schule?

Ein heftiger Sturm wie Sabine kann als zwingender Grund für das Nichterscheinen in der Schule gelten. Wenn nicht seitens der Schulbehörden ein Schulausfall angekündigt wird, entscheiden die Erziehungsberechtigten individuell, ob sie ihrem Kind den Schulweg zumuten können. Ist dies nicht der Fall, so muss die Schule informiert werden. Das Fernbleiben von der Schule gilt dann als entschuldigt.

Anders ist die Lage bei Arbeitnehmern: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, pünktlich auf der Arbeitsstelle zu erscheinen. Drohen Unwetter, so muss er für den Weg mehr Zeit einplanen. Bei einem Sturm, vor dem im Voraus gewarnt wird, kann eine begründete Arbeitsverhinderung vorliegen.

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Dann kann der Arbeitnehmer zu Hause bleiben, hat allerdings keinen Anspruch auf Vergütung. Der Arbeitgeber kann dann also den Lohn einbehalten oder aber von seinem Mitarbeiter verlangen, dass dieser die ausgefallene Arbeitszeit nachholt.

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