arrow_back
Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
Die Krankenhäuser bereiten sich auf eine mögliche Omikron-Welle vor. Aber andere Teile der „kritischen Infrastruktur“ sind vorbereitet.
Thema der Woche

Omikron-Welle rollt auf die Region zu: Wie ist die „kritische Infrastruktur“ vorbereitet?

Freitag, 7. Januar 2022 von Franz Purucker

Die Corona-Inzidenzzahlen schnellen nach der Weihnachtspause auch in der Region wieder nach oben. Der Kreis Paderborn meldete am Freitag 193 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, im Kreis Soest sind es 211, wo zudem allein in der vergangenen Woche zwei Todesfälle gemeldet wurden. 

In den Krankenhäusern des Kreises Paderborn liegen aktuell 43 Corona-Patienten (2,6 Prozent aller Infizierten), darunter 15 auf der Intensivstation. Im Kreis Soest werden 17 Menschen stationär behandelt (einer intensivmedizinisch).

Anzeige

Besonders besorgt schauen Politiker und Ärzte auf die Neuinfektionen mit der Virusvariante Omikron (B.1.1.529), die im Kreis Paderborn bereits bei 67 Personen nachgewiesen worden ist, wobei nicht alle Tests aus sequenziert werden. 

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) sieht folgendes Extrem-Szenario: Bei einer Verdoppelung der Infektionen alle zwei bis drei Tage reichten knapp 20 Verdopplungen, damit alle Menschen im Kreisgebiet Paderborn betroffen wären. Dies könnte entsprechend nach frühestens 40 Tagen und spätestens zwei Monaten der Fall sein.

Anzeige

Umso wichtiger sei es, Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen einzuhalten, so die KV. 

Die lokalen Krankenhäuser bereiten sich unterdessen auf eine mögliche Infektionswelle vor. „Es liegen bereits Notfallpläne für die Erweiterung der Isolationsbereiche und der Intensivstation vor, die je nach Anzahl der Covid-Patienten stufenweise eingesetzt werden“, erklärt Charlotte Hoppe, Sprecherin der St. Vincenz-Krankenhausgesellschaft, die auch Betreiber des Salzkottener Krankenhauses ist.

Dort gibt es aktuell jedoch keine Corona-Station gibt. Covid19-Erkrankte werden zentral in Paderborn betreut. „Besteht ein Verdachtsfall im St. Josefs-Krankenhaus (Salzkotten), wird der Patient solange isoliert, bis das Testergebnis vorliegt und wird dann in das St. Vincenz-Krankenhaus verlegt“, erklärt Hoppe. Bei Bedarf könne aber auch in Salzkotten eine Isolierstation eingerichtet werden. Wichtig: Wer wegen Corona nicht stationär behandelt werden muss, sollte sich nicht an das Krankenhaus wenden, sondern Kontakt mit seinem Hausarzt aufnehmen oder die Kassenärztliche Vereinigung unter 116 117 kontaktieren. 

In medizinischen Notfällen – wie Atemnot – kann unter der Notrufnummer 112 Hilfe geholt werden.

Anzeige

Die aktuellen Corona-Zahlen der Region

Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie sich die kritische Infrastruktur auf einen möglichen großen Omikron-Ausbruch vorbereitet. Die Neue Regionale hat mit Polizei, Müllabfuhr, Bus und Bahn, einem Supermarkt, dem Flughafen sowie dem lokalen Stromnetzbetreiber gesprochen.

Nächste Seite
AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail