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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Die Nutzungsquote der Nachmittagsbetreuung ist von Stadt zu Stadt stark unterschiedlich. Während in Bad Wünnenberg zwei Drittel der Schüler die OGS in Anspruch nehmen, sind in Büren in einigen Orten nur jedes dritte Schulkind angemeldet, in Geseke nur jedes vierte.
Thema der Woche

OGS-Rechtsanspruch kommt: Wie sind die NR-Städte darauf vorbereitet?

Samstag, 11. Dezember 2021 von Franz Purucker

Job und Familie besser zu vereinen – dieses Ziel hatte sich die inzwischen abgedankte Bundesregierung aus CDU und SPD gesteckt und noch vor dem Ende ihrer Amtsperiode einen Rechtsanspruch auf eine Nachmittagsbetreuung durchgesetzt. Diese gilt schrittweise aber erst ab 2026. Die NR hat recherchiert, welche Grundschulen in Büren, Geseke, Salzkotten und Bad Wünnenberg schon heute eine Nachmittagsbetreuung anbieten, wie viele Schüler diese nutzen und wie viele Eltern für die Plätze zahlen müssen.

Bereits seit 2013 steht jedem Elternteil in Deutschland ein Betreuungsplatz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter zu. Eltern können diesen Platz sogar gerichtlich einklagen (die NR berichtete mehrfach).

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Bislang endet dieser Anspruch mit dem Eintritt in die Grundschule. Für die Betreuung nach Schulschluss sind die Eltern wieder selbst verantwortlich.

Das soll sich nun ändern: Ab 2026 gilt ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Insgesamt fließen 3,5 Milliarden Euro des Bundes in den Ausbau entsprechender Betreuungsplätze.

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Die Finanzhilfe des Bundes darf nicht nur zur Schaffung neuer Betreuungsplätze, sondern auch zur Erhaltung bereits bestehender genutzt werden. Der Bund beteiligt sich zudem mit 70 Prozent an Investitionen und will sich ab 2030 mit 1,3 Milliarden Euro an den Betriebskosten beteiligen.

Aktuell nutzen laut Bundesregierung etwa die Hälfte aller Schüler der Klassenstufen eins bis vier die Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen. Dabei verschiebt die hohe Betreuungsquote in der ehemaligen DDR die Zahlen stark nach oben. In der Region sind die Zahlen zum Teil deutlich niedriger – zum Teil nutzt nur ein Viertel der Schüler das Angebot (mehr auf der zweiten Seite).

Das Bundesfamilienministerium rechnet mit einem Bedarf von 75 bis 80 Prozent. In NRW nennt sich die Betreuung „offene Ganztagsschule“ – oder kurz OGS. Schon heute fördert das Land diese Angebote mit Millionensummen, wenn diese Mindeststandards wie die Betreuung bis 15 Uhr garantiert sind, was alle vier Städte im NR-Land bereits übererfüllen. Das Betreuungsangebot umfasst dort eine Betreuung bis 16 Uhr an fünf Tagen pro Woche und zum Teil auch die Ferien.

Das Recht auf einen OGS-Platz wird schrittweise eingeführt. Ab 2026 besteht dieser zunächst für Schüler der ersten Klasse und wird jedes Jahr um einen Jahrgang gesteigert. Erst ab 2029 kann auch für Viertklässler der Anspruch auf eine OGS-Betreuung erhoben werden.

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Eltern dürfen ihre Kinder acht Stunden täglich betreuen lassen – die Unterrichtszeit ist darin bereits berücksichtigt. Grundsätzlich können die Schüler auch eher abgeholt werden. Einige Städte im NR-Land bieten unter der Bezeichnung „Randstundenbetreuung“ oder „Schule von acht bis eins“ eine Betreuung bis 13 Uhr an, wofür nur der halbe Elternbeitrag fällig wird.

Wie viele Plätze die Städte Büren, Geseke, Salzkotten und Bad Wünnenberg anbieten, wie viel bereits in neue Plätze investiert wurde oder noch wird und wie hoch die Städte die Eltern an den Kosten der außerschulischen Betreuung beteiligen, lesen Sie im Thema der Woche auf der nächsten Seite.

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