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Wie wollen wir in Zukunft mobil sein?
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NR-Wahlspecial (4): Welche Konzepte die Parteien zu Thema Verkehr haben

Sonntag, 6. September 2020 von Franz Purucker

Im Kreis Paderborn gibt es 183.000 Fahrzeuge – dies entspricht 0,6 Autos pro Person. Im Kreis Soest ist es ähnlich. Die meisten davon fahren mit Verbrennungsmotor.

Fast alle Parteien wollen das ändern – mehr Platz für Radfahrer schaffen, den öffentlichen Nahverkehr stärken oder auf neue Techniken beim Individualverkehr setzen.

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Die Konzepte unterscheiden sich teilweise immens.

CDU

Die CDU stellt klar: „Für die Region Paderborn bleibt der motorisierte Fahrzeugverkehr ein wichtiger Verkehrsträger.“ Die Infrastruktur soll erhalten werden und ein durchgehendes Radwegenetz geschaffen werden. Der ÖPNV soll bedarfsorientierter und attraktiver aufgestellt werden.

SPD

Die Sozialdemokraten wollen, dass mehr Containerverkehr von der Straße auf die Schiene verlagert wird. Beim ÖPNV sollen die Tarife einfacher und das Schülerticket kostenfrei werden. Bürgerbusse und On-Demand-Verkehre können den Nahverkehr verdichten. Das Radwegenetz will die SPD erweitern und Elektromobilität fördern.

FDP

Die FDP will den Bustakt vor allem am Wochenende und in den Abendstunden erhöhen und die Orte besser an die Stadt Paderborn anbinden. Eine digitale Bedarfsmeldung soll private Dienstleister wie Car-Sharing-Anbieter und Car-on-demand-Systeme fördern. Zwischen Delbrück und Paderborn soll eine Teststrecke für autonom fahrende Linienbusse sowie ein intelligenter Radschnellweg mit Vorfahrt für Radfahrer eingerichtet werden. Das Netz an E-Ladestationen soll wachsen.

Grüne

An allen wichtigen Bahnstationen und Bus-Knotenpunkten wollen die Grünen Mobilstationen schaffen und sich für intelligenten Fahrradschnellwege zwischen den Städten und Gemeinden einsetzen. Der ÖPNV soll günstiger und einfacher verständlich werden.

Volt

Volt will den ÖPNV bis 18 Jahre kostenlos machen und wichtige Knotenpunkte wie den Flughafen oder Veranstaltungsorte mit einem Shuttledienst anbinden. Carsharing und E-Mobilität sollen ausgebaut werden.

Die Linke

Die Linke macht sich für flexible Mobilitätsangebote stark, will das Sozialticket am Verkehrszuschuss der Grundsicherung orientieren und statt Wachstum des Autoverkehrs auf mehr ÖPNV-, Rad- und Fußverkehr setzen.

AfD

Die Partei übersetzt im Wahlprogamm AfD auch als „Autos für Deutschland“. Carsharing, Elektroautos und neue Antriebe sollen nur dort gefördert und eingesetzt werden, wo sie finanziell und ökologisch sinnvoll sind.

Wie die Parteien zur Almetalbahn stehen, wo diese auf der nächsten Seite.

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