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Foto: Pixabay / puru
Thema der Woche

NR-Wahlspecial (3): Das wollen die Parteien in Sachen Klimaschutz

Sonntag, 30. August 2020 von Franz Purucker

Gerade bei jungen Wählern spielt das Thema Klimaschutz eine große Rolle. Nicht zu vergessen: Wählen darf in NRW jeder, der mindestens 16 Jahre alt ist, bei der Bundestagswahl ist dies erst ab 18 Jahren erlaubt.

Im Rahmen der NR-Wahlspecial-Serie schauen wir in die Programme der Parteien. In unserem ersten Teil ging es um die Position zum Flughafen, im zweiten Teil um Vorschläge, die Wirtschaft anzukurbeln. Dieser dritte Teil beschäftigt sich mit den Positionen zum Klimaschutz.

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B90 / Die Grünen

Die Grünen wollen die Windkraft ausbauen und mehr Solar auf die Dächer bringen. Zudem will die Partei Nahwärmenetze und Gebäudedämmung ausweiten. Bei kommunalen, privaten und gewerblichen Neubauten und Gebäudesanierungen soll der Passivhausstandard zum Einsatz kommen.
In Salzkotten soll bei Gewerbeflächen eine Fotovoltaikanlage vorgeschrieben werden und Bauplätze nach Klimakriterien vergeben werden.

Die Grünen in Geseke fordern eine Streckung der Mähintervalle auf Grünflächen im Stadtgebiet, eine Baumschutzsatzung und sind für eine vierte Klärstufe am Klärwerk.

CDU

Das Wahlprogramm der CDU im Kreis Paderborn ist noch nicht fertiggestellt.

Die Geseker CDU will einen Bürgerwald und einen Grüngürtel durch die Stadt schaffen. Eine vierte Reinigungsstufe am Abwasserwerk wird abgelehnt.

Die CDU Bad Wünnenberg plant die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes und will das Waldschwimmbad, städtische Gebäude und das Baugebiet Iserkuhle mit Nahwärme versorgen. Die Verwaltung soll E-Autos anschaffen und es sollen entsprechende Ladestationen gebaut werden.

SPD

Die SPD will bei öffentlichen Ausschreibungen nur Unternehmen berücksichtigen, die den Nachweis liefern, dass sie nachhaltig und energiemäßig zukunftsorientiert aufgestellt sind. Die Sozialdemokraten wollen sich zudem für die NRW-weit erste Energie-Speicheranlage im Kreis Paderborn stark machen. Ladesäulen für E-Autos sollen kreisweit ausgebaut werden.

Die Salzkottener SPD will Fotovoltaikanlagen auf städtischen Grünflächen errichten und bei privaten Bestandsgebäuden über ein genossenschaftlichen Pachtmodell Solaranlagen anbieten. Bei Bau- und Gewerbegebieten sollen stärkere Anforderungen an den Klimaschutz gelten.

Die Bürener SPD will prüfen lassen, ob energetische Standards in der Siedlungsplanung geregelt werden können. Die Bad Wünnenberger SPD will bei der Stadt einen Klimaschutzbeauftragten einstellen und die erneuerbare Energieerzeugung bei allen öffentlichen Einrichtungen schaffen. Die Geseker SPD ist für eine vierte Reinigungsstufe, will Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden errichten und Geseker Bürgern eine kostenlose Beratung zum Thema Energieeffizient anbieten.

FDP

Auch die FDP will die Solarenergie stärker nutzen und steht auch der Windkraft offen gegenüber, verlangt aber entsprechende Abstände zu Wohnbebauung und will die Privilegierung von Windkraftanlagen im Baugesetzbuch streichen.

Um Anreize fürs Energiesparen zu setzen, sollen Schüler belohnt werden, wenn die Schule Strom und Heizung spart. Außerdem will die FDP in der Region Wasserstoffprojekte erforschen.

Die FDP Büren will in der Stadt ein Biomassekraftwerk für Klärschlämme bauen. Um illegale Sperrmüllentsorgungen zu verhindern, sollen die Gebühren für Sperrmüll sinken.

AfD

Die Alternative für Deutschland lehnt Windräder komplett ab und fordert den Rückbau auf Kosten der Investoren. Auch Biogasanlagen und damit verbundene Monoplantagen sollen gestoppt werden. Auf importierte Gülle soll eine Steuer erhoben werden. Die Nitratwerte sollen transparenter durch eine öffentliches System gemessen werden.

Die Linke

Die Linke fordert den Paderborn-Lippstadt Airport zu einem Bürgerwindpark oder einem Solarpark umzugestalten.

Volt-Partei

Die Volt-Partei will die vollständige Umstellung der Kommunalen Fahrzeugflotten auf CO2-neutrale Fahrzeuge bis 2028 erreichen. Außerdem soll in der Region ein Europäischen Zentrum für die Forschung zu regenerativen Energien entstehen.

Die Partei

Die Satirepartei Die Partei fordert den Schutz von Eichen- und Prozessions-Spinnern sowie Borkenkäfern und einen Artenschutz für Windräder, verbunden mit einem Flugverbot für Vögel um diese Anlagen.

BG Geseke

Die BG setzt für eine vierte Reinigungsstufe am Abwasserwerk ein und will, dass sich die Stadtwerke Geseke vorrangig mit der klimaneutralen Energiegewinnung beschäftigen.

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