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Kinder demonstrieren gegen die geplante Erweiterung des Steinbruchs in Oberntudorf
Foto: Franz Purucker (Collage aus zwei Fotos)
Der Betreiber des Niederntorfer Steinbruchs will seine Abbautätigkeit massiv ausweiten. In der Bevölkerung gibt es Widerstand dagegen: Felix (v.l.), Fiona und Fenja fürchten das auf ihrem Schulweg künftig die Lkws zum Steinbruch fahren.
Salzkotten

Niederntudorfer Steinbruch soll deutlich wachsen: Anwohner sind schockiert

Samstag, 20. Februar 2021 von Franz Purucker

Die Firma Stelbrink Natursteine, eine Tochter des Rintelener Unternehmens WRM-Reese, will die Fläche des Steinbruchs in Salzkotten-Niederntudorf von 3 Hektar um ungefähr 5,6 Hektar erweitern. Dafür sollen zwei bis drei Millionen Euro investiert und zwölf neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

In den kommenden 16 Jahren könnten rund 1,3 Millionen Kubikmeter Kalkgestein abgebaut werden. Das Unternehmen will daraus Natursteinprodukte für den Garten- und Landschaftsbau herstellen. Die vorhandene Weide, wo aktuell Milchkühe gehalten werden, und ein halbes Hektar Wald für die Zufahrt sollen für den Steinbruch weichen.

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Ein großer Teil der Flächen gehört der Stadt Salzkotten, die durch einen Nicht-Verkauf die geplante Erweiterung stoppen könnte. Die neue Zufahrt zum Gelände soll oberhalb des Burscheidweges angelegt werden.

Laut Schallgutachten wird mit 110 Lkws pro Tag gerechnet, die zum Abtransport oder zur Verfüllung den Steinbruch anfahren werden. Die meisten sollen aber in Richtung Autobahn und nicht durch den Ort selbst fahren.

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Am Dienstag, 23. Februar, wird die Steinbrucherweiterung Thema im Bau- und Planungsausschuss von Salzkotten sein. Anwohner aus Niederntudorf haben angekündigt, vor der Ausschusssitzung zu demonstrieren. Sie warnen vor den aus ihrer Sicht fatalen ökologischen Folgen.

Auch der Geschäftsführer von WRM-Reese, Philipp Reese, kündigte an, zu dem geplanten Termin kommen zu wollen und mögliche Bedenken auszuräumen. Aus seiner Sicht entstehe bei dem ausgebeuteten Steinbruch ein Biotop, dass ökologisch höher zu bewerten sei als Ackerfläche.

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