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Ein Schild, welches auf eine Sperrbezirk wegen eines Falls von Geflügelpest beziehungsweise Vogelgrippe hinweist.
NR-Land

Neuer Fall von Geflügelpest: Weitere 155.000 Jungtiere geschlachtet

Montag, 12. April 2021 von NR Redaktion

In einer weiteren Geflügelhaltung in Delbrück-Westenholz mussten nun rund 155.000 Junghennen aufgrund des Verdachts des Ausbruchs der Geflügelpest getötet werden. Es handelt sich, wie auch bei den bisherigen Ausbrüchen in diesem Frühjahr, um die hoch ansteckende Geflügelpest (Aviäre Influenza) vom Typ H5, Subtyp H5N8. Der Kreis Paderborn hat einen neuen Sperrbezirk und eine Beobachtungszone eingeführt.

Die Aufstallpflicht gilt nach wie vor im gesamten Kreisgebiet und soll verhindern, dass die Tiere Kontakt zu Wildvögeln haben, die als Überträger der Geflügelpest gelten. Das Beobachtungsgebiet im Kreisgebiet Paderborn liegt innerhalb der bisherigen Zone, die aufgrund der zwei vorherigen Ausbrüche im Raum Delbrück errichtet wurde. Der bereits vorhandene Sperrbezirk wird ausgedehnt, dadurch sind nun 18 Geflügelhaltungen, die zuvor im Beobachtungsgebiet lagen, von den strengeren Regelungen für Sperrbezirke betroffen.

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Innerhalb des Sperrbezirks muss sämtliches Geflügel in einem geschlossenen Stall oder unter einer überstehenden, geschlossenen Schutzvorrichtung untergebracht werden. Halter müssen ihre Tierbestände dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen melden. Innerhalb des Sperrbezirks dürfen weder Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung und Einstreu aus oder in Bestände verbracht werden. Sowohl im Sperrbezirk als auch Beobachtungsgebiet werden die Bestände klinisch und risikoorientiert untersucht.

Bereits vierter Fall im Kreis Paderborn

Für den Kreis Paderborn ist es in diesem Frühjahr der vierte Fall. Am 3. März war in einer Hobby-Haltung in Lichtenau-Henglarn die hoch ansteckende Form der Geflügelpest (Influenza Virus A Subtyp H5N8) bestätigt worden. Hier mussten 50 Tiere vorsorglich getötet werden. Für dieses Ausbruchsgeschehen konnten die Restriktionszonen bereits aufgehoben werden.

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Der neue Sperrbezirk rund um den betroffenen Betrieb.

Am 21. März wurde der amtliche Verdacht eines Ausbruchs in einer Geflügelhaltung in Delbrück-Westenholz festgestellt. 30.000 Junghennen der betroffenen Haltung mussten getötet werden. Einen Tag später mussten weitere 100.000 Junghennen getötet werden in einem Kontaktbetrieb. Am 2. April wurde ein Ausbruch in Delbrück-Hagen amtlich festgestellt, am Rande des damaligen Sperrgebiets. 30.000 Masthähnchen mussten getötet werden und ein neuer Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet wurden erlassen.

Was tun bei Verdacht auf Geflügelpest?

Verdachtsfälle auf Geflügelpest können beim Infotelefon gemeldet werden. Es ist unter der Telefonnummer 05251 308 3939 von Montag bis Freitag 9 – 16 Uhr zu erreichen. Außerhalb der Servicezeiten können die Veterinäre des Kreises über die Kreisleitstelle unter der Telefonnummer 02955-76760 erreicht werden.

Werden außerhalb von Haltungen tote Wildvögel gefunden, könnte dies ein Indiz dafür sein, dass sich unter der wilden Population der Virus verbreitet. Deswegen bittet der Kreis die Bürgerinnen und Bürger große tote Wildvögel zu melden wie wildes Wassergeflügel, Greifvögel, Störche oder Kraniche.

Die Tiere sollten nicht selbst angefasst werden, um eine unbeabsichtigte Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden. Totfunde können über das Info-Telefon Geflügelpest gemeldet werden oder per Mail unter veterinaeramt@kreis-paderborn.de.

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