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Foto: Kreis Paderborn
Bei der Vorstellung der Maßnahmen: Ludger Kleine, erster Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, Volker Karthaus vom Wasserverband Obere Lippe, Jürgen Hardes, stellvertretender Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, Ortsvorsteher Matthias Kaup und Kerstin Beermann-John, zuständig bei der Bezirksregierung Detmold für das Projekt.
Büren

Neuer Almeverlauf soll Mensch und Natur gleichermaßen helfen

Sonntag, 30. Mai 2021 von NR Redaktion

Im Bürener Ortsteil Brenken sollen die Bürger durch den Bau eines Hochwasserwalls besser vor Hochwasser geschützt werden. Der Wasserverband Obere Lippe (WOL) plant zeitgleich Renaturierung der Almeaue zwischen Büren und Brenken.

Volker Karthaus vom WOL ist sich sicher, „die hier geplanten Maßnahmen sind ein Gewinn für die heimische Pflanzen- und Tierwelt und den Menschen gleichermaßen“.

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Pläne für die Landschaftsgestaltung entlang der Alme in diesem Abschnitt gab es schon länger, doch die Verhandlungen mit den rund 20 Flächeneigentümern waren zeitintensiv.

Letztlich konnten alle Flächen für das Hochwasserschutzprojekt in Brenken im Rahmen von einvernehmlichem Flächentausch, Erwerb oder Duldungen der Nutzung von Privatflächen bereitgestellt werden. Darüber hinaus konnten westlich von der Ortslage weitere Auen-Flächen für Renaturierungsmaßnahmen erworben werden.

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Die geplante Hochwasserschutzmaßnahme ist ein Kooperationsprojekt der Stadt Büren und des WOL. Zukünftig soll ein Wall die vorhandene Bebauung vor Überschwemmungen schützen. Der neue Almelauf wird um den Wall herumgeführt und verläuft dann durch den Huckenpuhl. Die Fördergelder der Bezirksregierung stehen bereit.

Als Nächstes soll die Baumaßnahme ausgeschrieben werden, sodass der Baubeginn frühestens im September dieses Jahres sein wird. Neben der Witterungsabhängigkeit beim Bau stellt der kluftige Untergrund (Karst) für die Verlegung der Alme ein Problem dar.

Im Abschnitt zwischen Sendstraße und Baakweg sind bereits Schwalglöcher vorhanden, in denen Almewasser natürlicherweise versickert. Auch in dem neuen Almegerinne können zukünftig Schwalglöcher fallen.
Durch den zukünftig naturnäheren Verlauf und weitere Renaturierungsmaßnahmen westlich von Brenken wird aber wieder mehr Kies und Sand freigesetzt. Das Material wird dann zumindest teilweise in die Schwalglöcher gespült und die Versickerung abmindern. Im Bereich der Sendstraße soll ein „Dorfbach“ entstehen.

Neben dem Ausbau des Hochwasserschutzes ist auch die Renaturierung der Alme in diesem Abschnitt zwischen Büren und Brenken in Planung. „35 Hektar Land haben wir bereits erworben, um die Alme wieder in ihren natürlichen Lauf zurückzuverlegen“, erklärt Karthaus. Die Kosten für den Grunderwerb wird durch die NRW-Stiftung finanziert.
Der WOL wird die Planungen der Auenrenaturierung dieses Jahr beauftragen und hofft, vorbehaltlich der Bereitstellung von Fördergeldern die Baumaßnahme ab 2024 durchzuführen.

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