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Playmobil-Familie vor einem Wohnhaus
Foto: Franz Purucker
Thema der Woche

Nach welchen Kriterien wird Bauland in den Städten vergeben?

Samstag, 5. Dezember 2020 von Franz Purucker

Wer sich dem Traum vom Eigenheim erfüllen will, braucht zunächst einmal Bauland – entweder aus privater Hand, häufig vermittelt durch die örtlichen Banken und Sparkassen – oder von der Kommune. Bei dieser geht es oft nicht darum, wer das meiste Geld bietet, sondern um soziale Kriterien – und die wiederum legt jede Kommune anders fest.

Wer städtisches Bauland kauft, geht damit zunächst einmal eine Verpflichtung ein. In Büren, Geseke und Salzkotten ist eine Bebauung innerhalb von drei Jahren vorgeschrieben, in Bad Wünnenberg sogar innerhalb von zwei Jahren. Bis dahin muss die Immobilie bezugsfertig sein. Dies soll vor allem Spekulanten abschrecken. Zweite Voraussetzung: Mindestens fünf Jahre muss das Haus selbst bewohnt werden – darf also nicht weitervermietet oder verkauft werden.

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Wer diese Regeln nicht einhält, wird zur Kasse gebeten. Bad Wünnenberg verlangt in solchen Fällen einen Zuschlag von 20 Prozent auf den Kaufpreis. Die Stadt Delbrück erhebt einen Zuschlag von 75 Euro pro Quadratmeter, im Bereich Delbrück-Mitte sogar von 125 Euro je Quadratmeter.

Büren fordert die Ermäßigung zurück, die die Stadt als einzige in der Region gewährt. Konkret gibt es 1.000 Euro Kaufpreisermäßigung für jedes Kind, das bis fünf Jahre nach Abschluss des Kaufvertrages geboren wird. Die Erstattung muss jedoch bei der Stadt separat beantragt werden.

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Bei den Kriterien, die letztlich über die Vergabe des Baulandes entscheiden, legt jede Kommune andere Maßstäbe an. Manche Städte vergeben zumindest einen Teil des Baulandes – wie auch private Eigentümer – an den Höchstbietenden.

Vier fiktive Familien bewerben sich um Bauland. Wer bekommt den Zuschlag?

Die Regel sind jedoch soziale Kriterien: Oft spielen Familienstand, Wohndauer vor Ort oder der Ortsteil, wo man baut, und die Anzahl der Kinder eine wichtige Rolle. Einige Kommune bevorzugen auch Mitglieder der Feuerwehr, Menschen mit Behinderung oder Pflegestufe oder Vorrang für Hausbauer, die vor Ort Arbeitsplätze schaffen.

In allen Städten ist Bauland knapp, sodass oft nur diejenigen zum Zuge kommen, die in dem zugrunde liegenden Punkteverfahren einen hohen Rang erreichen.

Die Kriterien zur Vergabe von städtischen Baugrundstücken in Büren, Geseke, Salzkotten und Bad Wünnenberg haben wir im „Thema der Woche“ auf der nächsten Seite verglichen.

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