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Ein kaputter Post-Briefkasten
Foto: Susanne Altemeier
Der zerstörte Post-Briefkasten an der Eberhardstraße in Delbrück. Kunden, die ihren eingeworfenen Brief zurück haben möchten, müssen nun aktiv werden.
Delbrück

Nach gesprengten Briefkasten: Wie kommen Absender an ihre Briefe?

Freitag, 3. Januar 2020 von Franz Purucker

Den Brief, den Alexandra Bohle aus Delbrück am Silvesterabend in den gelben Postkasten an der Eberhardstraße eingeworfen hatte, brachte ihnen am Neujahrsmorgen eine Beamtin der Paderborner Polizei zurück. Der Briefkasten wurde in der Silvesternacht mit Böllern regelrecht aufgesprengt.

Auf einem Großteil der Sendungen sind Absender und Empfänger kaum noch zu erkennen. Bohles Brief blieb als einer der wenigen erhalten.

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Einen weiteren Brief vermisst die Delbrückerin aber noch. Es handelt sich um die Kündigung ihres Mobilfunkvertrages. „Darin stehen viele persönliche Dinge, wie meine Anschrift, meine Handynummer und die Kundennummer. Damit kann einfach Schindluder getrieben werden“, so Bohle.

Die Sprecherin der Deutschen Post, Britta Töllner, erklärt auf NR-Anfrage: „Beschädigte oder teilweise zerstörte Briefe gehen an die Briefermittlungsstelle der Deutschen Post. Lässt sich der Empfänger ermitteln, wird der Brief neu eingetütet und mit einem Begleitschreiben zugestellt.“

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Nicht zuzuordnende Briefe werden aufbewahrt und mit Nachforschungsaufträgen abgeglichen. Einen solchen Auftrag können die Sender von Briefen, die verloren gegangenen sind, bei der Deutschen Post stellen. 

Der Briefkasten wurde bereits am Freitag erneuert und steht nun wieder zur Verfügung. Noch fehlt jedoch die Anzeige, wann dieser geleert wird. Dies geschehe jedoch ab sofort wieder täglich (außer sonntags), so die Sprecherin.

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