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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Delbrück

Nach Busunfall mit Schülerin: Das sagt die Mutter des Mädchens

Montag, 9. Dezember 2019 von Franz Purucker

Als am Freitagnachmittag das Handy und Tina L. klingelt, hört sie nur lautes Geschrei und weinende Mitschüler. „Dein Kind liegt unter dem Bus“, schreit die beste Freundin des angefahrenen Mädchens ins Telefon.

Tina L. setzt sich sofort ins Auto und fährt zum Schulzentrum. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits Polizei und Rettungssanitäter vor Ort. Ein 15-Jähriger soll das erst 12 Jahre alte Mädchen absichtlich vor den Bus gestoßen haben. Die Ermittlungen dazu laufen noch (die NR berichtete).

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Unfall wird Thema in den Schulkonferenzen

Tina L. selbst hat sich an das Schulamt gewendet und einen Antrag bei der Schulkonferenz der Gesamtschule gestellt, befreunde Eltern haben das gleiche beim Gymnasium und der Grundschule getan. Rund 400 Schüler aller drei Schulen steigen an der Unfallstelle jeden Tag in den Bus.

Ihr Ziel: Eine Busaufsicht mit Schülerlotsen, Lehrern oder zwei Elternteilen der Schulpflegschaft und zwar von allen drei Schulen. Denkbar wäre für sie auch, die Polizei ins Boot zu holen. Aktuell überwacht dort eine Busaufsicht aus Lehrern und Erziehern das Geschehen – jedoch nur von jeweils einer Schule.

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Außerdem hat Tina L.* einen Anwalt eingeschaltet und will zivilrechtlich gegen den 15-jährigen Jungen vorgehen. „Der hat öfter geschubst“, hat sie von ihrer Tochter erfahren. Schon in der Vergangenheit fiel ihre Tochter dabei mit der Hand vor den Bus. Hintergrund ist wohl ein Streit um Sitzplätze.

Busfahrer kannte Mädchen persönlich

Der Busfahrer steht laut Tina L. unter Schock, spielt mit dem Gedanken zu kündigen. Er kannte das Mädchen persönlich. Eine Schuld treffe ihn jedoch nicht. „Dafür lege ich meine Hand ins Feuer“, so Tina L*.

Dem 12-jährigen Mädchen geht es inzwischen besser: Der Fuß ist mehrfach gebrochen. Nach der ersten Operation am Freitag stehen nun weitere Ops an. Bleibende Schäden sind aktuell jedoch nicht ausgeschlossen. Sicher ist aber bereits: Dieses Jahr wird das Kind nicht mehr zur Schule gehen können.

Anmerkung der Redaktion: *Der Name der Mutter wurde zum Schutz des verunglückten Mädchens und ihrer Familie geändert.

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