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Eine Frau steht bei einer Tafel an
Foto: Caritas/Karbowski
So sieht der neue Alltag in den Tafeln der Caritas aus: Helfer mit Mund-Nasenschutz, ein improvisierter Plexiglas-Spuckschutz in der Eingangstür und Kunden, die draußen bleiben müssen.
Geseke

Mit diesen Schwierigkeiten kämpfen die Tafeln in der Corona-Krise

Sonntag, 5. April 2020 von NR Redaktion

 Nun trifft die Corona-Pandemie auch die heimischen Tafeln massiv. Das Aufkommen an gespendeten Lebensmitteln sinkt, und immer weniger Helfer engagieren sich noch ehrenamtlich, doch die Bedürftigen benötigen Unterstützung genauso dringend wie vor dem Ausbruch der Krise.

Um diesen grundversorgenden Dienst weiterhin anbieten zu können, sind die Tafeln mehr denn je auf Unterstützung angewiesen. Der Caritasverband im Kreis Soest hält seine drei Tafeln in Lippstadt, Geseke und Rüthen durch Personalaufstockung mit hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Laufen.

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„Anders ginge es gar nicht“, erklärt der Leiter der Lippstädter Tafel, Willi Pieper. „Dass unsere überwiegend älteren Ehrenamtlichen sich aus Selbstschutz vorübergehend nicht in den Tafeln engagieren, ist ja völlig klar.“ Zusätzliche Arbeit fällt durch den eigens eingerichteten Fahrdienst für Hochaltrige, Erkrankte und Menschen in Quarantäne an ¬– erhebliche Mehrausgaben für Personal- und Benzinkosten inklusive.

Ein weiterer Corona-Kostenfaktor sind Zukäufe. Die Menge der Lebensmittelspenden durch die Supermärkte schwankt aktuell sehr. Der sonst nicht übliche Zukauf von Lebensmittel lässt sich in diesen Tagen nicht vermeiden. „Dieser Zukauf ist einfach notwendig, um allen Kunden ein Mindestmaß an Waren zur Verfügung stellen zu können“, berichtet Caritas-Koordinator Georg Karbowski. „In einigen Fällen wird darüber hinaus die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen notwendig sein.“

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In dieser Situation sind Geldspenden besonders wichtig. Die Caritas-Tafeln haben vor wenigen Tagen bereits eine enorm hilfreiche Spende der Hueck-Stiftung erhalten. „Das ist schon eine wertvolle Unterstützung, und wir freuen uns besonders darüber, weil die Hueck-Stiftung von sich aus auf uns zugekommen ist und gefragt hat, ob sie irgendwie helfen kann“, sagt Caritas-Vorstand Lutz Gmel.

Weitere finanzielle Zuwendungen sind immer hilfreich. Je länger die Corona-Ausnahmesituation dauert, desto schwieriger dürfte die Situation der Tafeln werden.

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