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Der Leiter des Flughafens im Porträt
Thema der Woche

Luftfahrt-Branche in der Krise: Was macht der heimische Flughafen?

Sonntag, 3. März 2019 von Franz Purucker

Die Linken und Grünen sehen den Paderborn-Lippstadt-Airport in Büren-Ahden kritisch, verweisen auf Millionenverluste. CDU und FDP sprechen von einem wichtigen Baustein für die Wirtschaft.Airline-Pleiten und Veränderungen in der Branche machen das Geschäft zunehmend schwieriger. Jüngste Airline-Pleiten, wie von Germania, könnten den Heimathafen Kunden kosten.

Mehrere Millionen Euro Verlust: So dürfte das Jahresendergebnis des Paderborn-Lippstadt-Airports – des kleinsten von insgesamt sieben Flughäfen in NRW – ausfallen. Die Grünen und Linken fordern deshalb die Schließung des Flughafens, weil sie diese Millionenverluste seit Jahren befürchtet haben.

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Flughafenchef Dr. Marc Cezanne warnt vor solchen voreiligen Schlüssen: „Die Wirtschaft braucht den Airport.“ Viele Geschäftsreisende nutzen den Flughafen, um schnell in andere Regionen zu kommen. Insgesamt nutzten im vergangenen Jahr 736.200 Passagiere den Airport. Auf die vor allem von Geschäftsreisenden genutzten Linienflüge entfielen davon rund 170.000 Passagiere. Rund 4.000 Flugbewegungen pro Jahr entfallen zusätzlich auf Business Jets. 

Nicht zu unterschätzen sei außerdem die Frachtsparte, mit der die heimische Wirtschaft dringend benötigte Frachtstücke, wie Bau- und Maschinenteile, in kürzester Zeit aus- und einfliegen kann. Außerdem nutzt die Wirtschaft den Flughafen, um Luftfracht hier durchleuchten zu lassen, die danach per Lkw zum internationale Fracht-Drehkreuz nach Frankfurt gefahren wird.

Der Flughafen-Eingang
Der Eingang zum Terminal des Paderborn-Lippstadt Airports in Büren-Ahden

FDP-Idee: Operatives Geschäft in die Hand der Wirtschaft legen

Cezanne begrüßt deshalb einen Vorschlag der  FDP. Dabei sollen Unternehmer und private Investoren eingeladen werden, sich an einer Gesellschaft für das operative Geschäft zu beteiligen, während die Kreise und Kommunen die Infrastruktur betreiben. 

Dieses Modell wird bereits beim bayrischen Flughafen Memmingen südlich von München angewendet. Der ehemalige Militärflughafen sollte nach dem Rückzug der Truppen stillgelegt werden. 69 mittelständische Unternehmen übernahmen daraufhin das operative Geschäft des Flughafens. Die Hoffnung: Die Privatwirtschaft könnte den Flughafen besser auslasten und als Gesellschafter Einfluss nehmen, welche Reiseziele benötigt werden. 

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