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Eine junge Frau steht mit einem Amazon-Paket in der Geseker Fußgängerzone.
Foto: Franz Purucker
Madita Meiwes, Praktikantin bei der Neuen Regionalen, trägt - symbolisch für den zunehmenden Online-Boom - ein Paket vom Versandriesen Amazon durch die Geseker Fußgängerzone.
Thema der Woche

Lokale Verkehrsvereine rüsten sich gegen den Onlinehandel

Samstag, 8. Februar 2020 von Franz Purucker

Von der Frischmilch bis zur Tiefkühlpizza reicht das Liefersortiment von Onlineriese Amazon beispielsweise in München. Eine eigens dafür eingerichtete Logistiksparte liefert den Tageseinkauf dort bis vor die Haustür – zusätzlich zu dem schon jetzt sehr umfangreichen Sortiment. Denkbar wäre so etwas auch im NR-Land.

Neben dem geplanten Logistikzentrum in Rheda-Wiedenbrück entsteht auch in Paderborn ein neues Lager des Onlinegiganten. 

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„Dies ist eine der größten Gefahren für den lokalen Handel“, fasst es Britta Kuboth von der Delbrücker Marketinggesellschaft (DEMAG) zusammen. Denn: „Für unsere Mitglieder ist es schwierig, nebenbei noch eine Onlineplattform aufzubauen – sowohl finanziell als auch von der Struktur her.“

Das sieht anderswo nicht besser aus: Auch das Geseker Wirtschaftsnetzwerk (GWN) will sich verstärkt mit dem Thema befassen und beteiligt sich unterdessen am City Lab Südwestfalen, das der Frage nachgeht, wie eine Innenstadt aussehen muss, um sich gegen Amazon und Ebay zu wehren.

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Das Wirtschaftsbündnis stellt sich aktuell komplett neu auf und will sich verstärkt mit den Bedürfnissen der eigenen Mitglieder befassen – im Fokus steht dabei vor allem die wachsende Onlinekonkurrenz.

Amazon beweist: Einzelhandel ist kein Auslaufmodell

Dass selbst große Fachgeschäfte der Online-Boom kalt erwischt, zeigen die jüngsten Insolvenzen: Der Modehersteller Gerry Weber musste mehr als ein Drittel aller Filialen schließen. Die Branche kämpft mit massiven Umsatzrückgängen. 

Deutschlands größte Sporthändlergruppe Intersport verstärkt Beratung und Service, um sich gegen die Onlinekonkurrenz zu wehren, die den Händlern massiv zu schaffen macht. 

Dass Ladengeschäfte noch längst kein Auslaufmodell sind, zeigt der Umstand, dass Versandriese Amazon mit dem Gedanken spielt, eigene Läden zu eröffnen.

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Den Einzelhandel vor Ort zu fördern, ist das wichtigste Ziel der Wirtschaftsnetzwerke und Gewerbevereine. Standen früher Stadtfeste und Veranstaltungen im Fokus, geht der Trend jedoch mehr zu klassischen Beratungsleistungen und Bonuskarten. Wie die Vereine in der Region aufgestellt sind, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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