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Ausländische Arbeitskräfte heim Pflücken von Erdbeeren
Foto: Simon Weilandt
Ausländische Erntehelfer wie hier beim Erdbeerpflücken in Salzkotten werden wohl dieses Jahr fehlen.
Salzkotten

Landwirte haben Angst um ihre Ernte und werben nun um deutsche Arbeiter

Samstag, 28. März 2020 von Franz Purucker

Simon Weilandt vom gleichnamigen Obstbaubetrieb in Salzkotten blickt mit Sorge in die bald beginnende Erntesaison. Durch die Schließung der Grenzen kommen keine ausländischen Gastarbeiter mehr ins Land, die sonst die Erdbeeren ernten.

Hilfe könnte eine Aktion des Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) bringen, die im Internet (www.wlv.de/erntehelfer) zu Bewerbungen für die Feldarbeit aufruft.

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Bauernpräsident Hubertus Beringmeier findet, dass man gerade in ungewöhnlichen Zeiten flexible und ungewöhnliche Wege gehen müsse. Vorstellbar seien Arbeiten beim Pflanzen, der Pflege, Ernten, Wiegen, Sortieren und Verpacken des Erntegutes auf den Spargel-, Erdbeer-, Gemüse- und Kartoffelbetrieben in der Region.

Besonders gut geeignet sei der Job für Studierende, Selbstständige und Kleinunternehmer. Sie können kurzfristig, das heißt ohne Sozialabgaben, für bis zu drei Monate beschäftigt werden.  Möglich ist auch ein Zuverdienst auf 450-Euro-Basis.

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Erdbeerbauer Weilandt sieht die Idee kritisch: „Vor gut 15 Jahren haben wir bereits Erfahrungen mit einheimischen Kräften zur Ernte gesammelt. Von zehn Personen haben zumeist neun nach dem ersten Tag die Arbeit nicht mehr angetreten.“ Trotzdem ist Weilandt offen für neue einheimische Kräfte. Auch Beringmeier räumt ein, dass es sich um körperlich anstrengende Arbeiten handele.

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