arrow_back
Impfung gegen Corona
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Ab Donnerstag können sich Menschen, die in die Priorität 3 fallen, impfen lassen.
NR-Land

Land macht nun weiteren Berufsgruppen und allen über 60 Jahren ein Impfangebot

Mittwoch, 5. Mai 2021 von Franz Purucker

Spätestens seitdem Lockerungen für Geimpfte anstehen, warten viele Menschen sehnsüchtig auf ein Impfangebot. Nun ist es soweit. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat mitgeteilt, dass nun Personen aus der Priorisierungsgruppe 3 sich impfen lassen können.

Ab Donnerstag können Impfwillige dieser Gruppe einen Termin über das Portal der kassenärztlichen Vereinigung vereinbaren, wenn sie zu den priorisierten Berufsgruppen zählen. Dazu gehören fürs erste die Bereiche Lebensmitteleinzelhandel, wichtige Berufsgruppen der Justiz, Steuerfahnder und Personal an weiterführenden Schulen. Außerdem können sich Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, Eltern von schwer chronisch-kranken Minderjährigen und Menschen über 60 Jahren. In der zweiten Maihälfte werden die Beschäftigte von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren, Polizei und Katastrophenschutz geimpft.

Anzeige

Ab 8 Uhr morgens lassen sich die Termine ab Donnerstag, 6. Mai, unter www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzlichen regionale Rufnummer 0800 116 117 02 buchen.

In den Impfzentren wird es kein Angebot für Über-60-Jährige aufgrund ihres Alters geben. Sie sollen den für ihr Alter vorgesehenen Impfstoff von AstraZenenca bei den Hausärzten erhalten. Für Unter-60-Jährige ist dieser nicht zugelassen. Wegen des schlechten Rufs des Vakzins nutzen nur wenige dieses Angebot und weichen stattdessen auf andere Impfstoffe in den aus, was nun verhindert werden soll. Laumann kündigte an, selbst mit guten Beispiel voranzugehen und sich zeitnah einen Impftermin mit AstraZeneca zu besorgen: „Ich halte diesen für einen sehr guten Impfstoff.“

Anzeige

Grundsätzlich ist der Impfstoff in NRW für alle freigegeben. Auch junge Menschen können sich auf eigenen Wunsch und nach ausreichender Belehrung durch den Arzt mit AstraZenenca impfen lassen. Es muss jedoch auch ein Arzt bereit sein, den Impfstoff an Unter-60-Jährige abzugeben.

Zusätzlich beginnt die Impfung in besonders benachteiligten Stadtteilen, wo die Inzidenzen immer wieder besonders hoch sind. Rund 100.000 Impfdosen will das Land dafür zur Verfügung stellen, davon 70.000 vom Impfstoff Johnsen & Johnsen, der besonders an Obdachlose verimpft wird. Die Besonderheit: Bereits nach der Gabe einer Impfung ist Immunisierung erreicht, während alle anderen Hersteller auf zwei Spritzen setzen. Außerdem sollen die Kommunen bis Ende Mai in ihren Flüchtlingsunterkünften impfen.

Ab 7. Juni werden die Betriebsärzte in die Impfung eingebunden. Bis Ende Juli soll jeder in NRW ein Impfangebot erhalten und die Priorisierung entsprechend wegfallen.

AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail