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Foto: Jürgen Kemper
Das alte Stellwerk gehört zu den Motiven der Austellung um vergessene Orte Bürens, die im Kreismuseum Wewelsburg zu sehen ist.
Büren

Kreismuseum Wewelsburg zeigt Fotoausstellung zu verlassenen Orten

Sonntag, 5. September 2021 von NR Redaktion

Wo früher Menschen lebten und arbeiteten und Fabriken produzierten, holt sich heute die Natur diese verlassenen und auch vergessenen Orte zurück. Im Rahmen der Fotoausstellung „Verlassene Orte – Vergessene Orte (?) in Büren“ des Fotografen Jürgen Kemper, zeigt das Kreismuseum Wewelsburg einige dieser seit mehr als 30 Jahren verlassenen „Lost Places“.

Bis zum 24. Oktober sind 60 Bilder mit ergänzenden Texten im Sonderausstellungsraum ausgestellt. Jürgen Kemper steht am Samstag, 28. August, von 11 bis 13 Uhr und am Sonntag, 17. Oktober, von 15 bis 17 Uhr für Gespräche zur Verfügung.

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Nachdem die Ausstellung, die zum 825-jährigen Stadtjubiläum gezeigt werden sollte, zwei Mal verschoben werden musste, und auch die Ausstellungsräume ungewollt zu „Lost Places“ wurden, freut sich Museumsleiterin Kirsten John-Stucke, die Fotografien endlich zeigen zu können.

Die Idee dazu nahm für Kemper konkrete Formen an, als immer mehr markante Bauwerke in Büren und den Ortsteilen „verschwanden“. Besonders interessiert haben ihn die Entwicklung der Almetalbahn und die militärische Anlage der NATO im Waldgebiet Stöckerbusch, um die sich etliche Legenden wegen der Lagerung atomarer Sprengköpfe rankte.

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Auch die Geschichte des Bürener Krankenhaus-Gebäudes im Leerstand hat er festgehalten sowie die mystische Anlage Muna im Ringelsteiner Wald, die Backsteinviadukte oder die ehemalige PAM-Tankstelle, deren laufenden Verfall er dokumentierte. Festgehalten hat er das Internat Moritz von Büren, bevor es abgerissen wurde.

Oder die Firma Heinrich Spahn, die in den 80ern eine der wichtigsten Arbeitgeber war. Er fotografierte den Verfall der Hallen und den Aufbau der heutigen Spahn GmbH. Die künstlerische Bearbeitung aller Fotografien vermittelt die Morbidität dieses Themas und seiner Gechichten. Jürgen Kemper möchte seine Fotografien an den Heimatverein Büren übergeben. Nicht zuletzt sei diesem die Ausstellung, die sich als Ergänzung zum Stadtjubiläum versteht, zu verdanken.
Der Eintritt ist frei und erfolgt über die Gedenkstätte.

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