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Das Salzkottener Krankenhaus in der Frontalansicht.
Foto: St. Vincenz-Krankenhaus GmbH
Das Salzkottener Krankenhaus hat sich der Erklärung angeschlossen.
Salzkotten

Krankenhäuser kritisieren Finanzierung in der Corona-Krise

Dienstag, 21. April 2020 von NR Redaktion

„Das Krisenmanagement von Bund und Ländern greift“, so die Botschaft des Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VDK). Infolge der Maßnahmen würden die meisten Krankenhäuser mit der Versorgung von Corona-Patienten nicht überlastet. Dies können auch die Krankenhäuser im Kreis Paderborn bestätigen, darunter das Salzkottener Krankenhaus St. Josef.

Trotzdem tun die Krankenhäuser in der Region alles dafür, sich weiterhin für die Versorgung einer größeren Zahl an Corona-Patienten zu wappnen, schreiben sie nun in einer Pressemitteilung.

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„Denn ob es nach einer eventuellen Lockerung der Schutzmaßnahmen nicht noch zu einem höheren Aufkommen an Corona-Patienten kommen wird, wissen wir nicht. Im Übrigen dürfen wir auch nicht die Patienten vergessen, die aktuell auf ihre ebenso notwendige Behandlung warten müssen“, so Dr. Josef Düllings, Hauptgeschäftsführer der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH, die auch Betreiber des Salzkottener Krankenhauses ist.

Zum sogenannten Schutzschirm für die Krankenhäuser hat man im Kreis Paderborn allerdings eine kritische Meinung. Er sei wie vieles, was aus der Gesetzgebungsmaschinerie komme, mit Komplexität überladen und kleinteilig bürokratisch, so die Krankenhäuser.

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Ein Beispiel: Ein zusätzliches Beatmungsgerät wird mit 50.000 Euro finanziert, der Selbstkostenpreis liegt aber bei etwa 85.000 Euro. Für die Umrüstung einer Normalstation zu einer Intensivstation müssen über 130.000 Euro pro Platz angesetzt werden.

Hintergrund ist, dass von der Politik eine Verdoppelung der Intensivkapazitäten gefordert wurde. Damit werden den Krankenhäusern, die in dieser Form aufrüsten, nicht einmal 40 Prozent der tatsächlichen Kosten erstattet.

Positiv empfinden die Krankenhäuser die Liquiditätsunterstützung durch das Land NRW, die für das gesamte Jahr 2020 bereits im April vollständig ausgezahlt wurden. „Ungeachtet der unübersichtlichen Finanzierungsregelungen durch den Schutzschirm haben wir hiermit eine größere Sicherheit für die Gehälter unserer Beschäftigten“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung weiter.

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