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EIn Wähler füllt seinen Wahlzettel zu Hause aus, um an der Briefwahl teilzunehmen
So viele wie noch nie füllten ihren Wahlzettel zu Hause aus und nutzten die Briefwahl. Dadurch fiel zusätzliches Porto an.
Kreis Paderborn

Kommunalwahl war deutlich teurer als kalkuliert – das sind die Gründe

Samstag, 27. Februar 2021 von Franz Purucker

Im September wurden Landrat, Kreistag, Bürgermeister und Stadtrat neu gewählt. Der Kreis Paderborn hatte auf Erfahrungen aus vorangegangenen Wahlen Kosten in Höhe von 100.000 Euro kalkuliert. Doch die Wahlen wurden deutlich teurer.

Insgesamt beziffern die Kommunen ihre Kosten für die Kommunalwahl auf 465.271,52 Euro, die Hälfte davon übernimmt der Kreis Paderborn also 232.635,76 Euro.

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Konkret auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sind 57.507,29 Euro. Darin enthalten sind Kosten für Desinfektionsmittel und Spuckschutz.
Da zwischenzeitlich diskutiert wurde, die Wahl als reine Briefwahl durchzuführen, hatten die Kommunen wesentlich mehr Briefumschläge als üblich bestellt.

Der Briefwähleranteil war außerdem ungewöhnlich hoch. Entschieden sich zur vorherigen Kommunalwahl 2014 noch rund 25 Prozent und zur Eurowahl 2019 rund 27 Prozent dafür, ihre Stimme per Brief anzugeben, waren es zur Kommunalwahl nun 43 Prozent.

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Ein weiterer Kostentreiber: Die Briefwahlunterlagen konnten nicht mehr wie zuvor als Infopost versandt werden.

Auch die Erfrischungsgelder für die Wahlhelfer mussten deutlich angehoben werden, da sich – bedingt durch die Covid-19-Situation – die Wahlhelfergewinnung noch schwieriger als bisher gestaltete.
Unterm Strich zahlt der Kreis Paderborn nun 170.918 Euro mehr an die Kommunen aus als 2014, was einer Steigerung von 277 Prozent entspricht.

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