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Foto: R. Westebbe (links) / Shutterstock (rechts)
NR-Redakteur Franz Purucker zur Verteuerung fossiler Brennstoffe.
NR-Land

Kommentar: Klimaschutz soll wehtun!

Samstag, 16. Oktober 2021 von Franz Purucker

Der Co2-Preis heizt die Kosten fürs Heizen und Autofahren richtig an: Schon bald erwarten uns Benzinpreise von mehr als zwei Euro pro Liter.

Eine Entwicklung, die weh tut. Aber das soll sie auch: Der Co2-Preis verfehlt seine Lenkungswirkung nicht. Er soll uns von erneuerbaren Energien überzeugen.

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Denn: Wer bereits Solarzellen auf dem Dach hat, mit Wärmepumpen heizt oder ein Elektroauto fährt, wird vom Preisanstieg verschont und das zu Recht.

Richtig teuer wird es für die Unverbesserlichen, die weiter auf fossile Brennstoffen setzen. Trotz üppiger Förderung für nachhaltige Energiequellen wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 320.000 neue Gasheizungen und sogar 21.000 Ölheizungen montiert. Bei den Pkw-Neuzulassungen dominieren weiter die Verbrennungsmotoren.

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Das zeigt: Der Leidensdruck ist scheinbar noch nicht hoch genug und fossile Brennstoffe sind für einige noch zu billig. 

Richtig ist aber auch: Viele Tausend Mieter haben aktuell gar nicht die Wahl, da ihr Vermieter die Heizung einbaut. Hier ist der Staat gefragt, endlich den Vermieter an den Co2-Kosten seiner Mieter zu beteiligen, um Anreize zu schaffen emissionsarme Heizungsanlagen einzubauen. Dies hat die CDU-Beteiligung an der letzten Bundesregierung verhindert.

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