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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Wer Solar aufs Dach baut, soll schneller einen Bauplatz bekommen.
Salzkotten

Klimaschutz soll Bauplatzvergabe in Salzkotten beeinflussen

Sonntag, 23. August 2020 von Franz Purucker

Wer sein neues Eigenheim klimafreundlich plant, könnte in Salzkotten bald schneller an einen Bauplatz kommen. Entsprechende Anträge haben CDU, SPD und Grüne gestellt.

Die SPD möchte, beispielsweise dass der Bau einer Fotovoltaikanlage in die Bauplatzvergabe einfließt. Die Grünen gehen noch einen Schritt weiter und wollen auf städtischen Gewerbeflächen den Bau von Solaranlagen im Grundstückskaufvertrag vorschreiben.

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Die Umweltpartei macht zudem konkrete Vorschläge, wie der Klimaschutz bei der Bauvergabe für Eigenheime berücksichtigt werden könnte.
Zum Hintergrund: Bauplätze werden in der Regel über ein Punktesystem vergeben – Pluspunkte gibt es beispielsweise für Einheimische, die schon lange im Ort wohnen und für Familien.

Nun soll es Punkte auch für Klimaschutz geben: Eine Fotovoltaikanlage soll nach Ansicht der Grünen künftig 5 Punkte bringen, sparsamer Flächenverbrauch weitere 5 Punkte, Effizienzhäuser je nach Standard zwischen 10 und 20 Punkte und Gebäude in Holzhybridbauweise 10 Punkte.

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Die CDU fordert ebenfalls verstärkten Klimaschutz, erinnert aber daran das ein KfW-Standard beim Bauen aus rechtlichen Gründen nicht vorgeschrieben werden kann. „Es geht vielmehr darum, die planerischen Festsetzungen so zu treffen, dass jeder, der es möchte, optimale planerische Bedingungen für ein Haus nach KfW-Standard 55 oder sogar KfW-Standard 40 vorfindet“, so der CDU-Vorsitzende Michael Fechtler. Auch eine kompakte Bauweise und eine ideale Dachneigung für aktive Solarnutzung sind solche planerischen Bedingungen.

Die SPD regt an, die Bauplatzvergabe für Ältere zu ändern. Wer bereits auf städtischen Grund gebaut hat, bekommt in der Regel nur schwer ein weiteres Grundstück. Wenn jedoch die Kinder ausgezogen sind, lebt in vielen Fällen „ein Paar auf sehr vielen Quadratmetern und kostbare Wohnfläche bleibt ungenutzt“, so die SPD, die dieser Personengruppe ermöglichen will, kleine städtische Grundstücke zu erwerben, wenn sie ihre bisherige Fläche veräußern.

Diskutiert werden alle Vorschläge am Montag, 24. August, im Hauptausschuss.

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