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Eine Stromleitung als Symbol für Energie
Foto: Pixabay
Strom ist weiterhin der größte Klima-Killer.
Thema der Woche

So engagieren sich die NR-Städte fürs Klima

Sonntag, 22. September 2019 von Franz Purucker

Was machen eigentlich die Städte fürs Klima. Wir haben einmal nachgeschaut, welche Pläne die Kommunen so verflogen.


Salzkotten

Die Stadt ist ein Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Seit 2015 gibt es in Salzkotten ein ganz konkretes Klimaschutzkonzept mit dem Ziel, die Kohlendioxid-Emissionen pro Einwohner bis 2025 auf zwei Tonnen pro Kopf zu drücken. Ein hohes Ziel: 2013 entstanden acht Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner.
Bei der Stromerzeugung profitiert die Stadt von einem hohen Anteil an Windrädern, die mit knapp 50 Gigawatt pro Jahr rund ein Viertel des jährlichen Stromverbrauchs von 197,6 Gigawatt abdecken.
Laut Klimaschutzkonzept soll vor allem der Anteil am Solarstrom wachsen: Aktuell liefern die Fotovoltaikanlagen in der Stadt 21 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Bis 2030 soll der Wert laut Klimaschutzkonzept auf 51 Gigawattstunden pro Jahr mehr als verdoppelt werden.

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Delbrück


Auch in Delbrück wurde frühzeitig an einem Klimaschutzkonzept gearbeitet und im März 2016 der Öffentlichkeit präsentiert. Bis 2030 soll der Kohlendioxid-Verbrauch pro Einwohner auf fünf Tonnen pro Jahr und bis 2050 auf zwei Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Gleichzeitig soll bis 2050 der gesamte Strom in Delbrück aus regenerativen Energien stammen.
Aktuell wird knapp die Hälfte (46 Prozent) der jährlich 251 Gigawattstunden Strom, die in der Stadt verbraucht werden, durch erneuerbare Energien erzeugt, insbesondere durch Biomassekraftwerke, die etwa die Hälfte des regenerativ erzeugten Stroms ausmacht.


Büren


Die Stadt hat 2012 ein „Klimaschutz-Teilkonzept“ erstellen lassen, das sich nur auf städtische Gebäude bezieht. Darin wurde vor allem Einsparpotenzial durch energetische Sanierungen beim Schulzentrum und dem Rathaus gesehen.
Die CDU-Fraktion hat in der Ratssitzung vom 5. September für eine Selbstverpflichtung ohne konkrete Ziele geworben. Dank des hohen Anteils an Windrädern in der Stadt, wird in Büren schon heute fast doppelt so viel Strom produziert (317 Gigawattstunden pro Jahr) als die Stadt selbst verbraucht (169 Gigawattstunden pro Jahr).


Bad Wünnenberg


In Bad Wünnenberg gibt es als einzige Kommune im NR-Land noch keine erwähnenswerten Klimaschutzdebatten in der Politik. Auch ein Klimaschutzkonzept existiert nicht.
Beim Energie-Mix schneidet die Stadt jedoch vorbildlich ab: Aktuell wird mehr als sechs Mal so viel Strom produziert (596 Gigawattstunden), wie in der Stadt verbraucht wird (96 Gigawattstunden), was vor allem mit dem hohen Anteil an Windenergie zusammenhängt, die 96 Prozent des grünen Stroms ausmacht.


Geseke


Ein Klimaschutzkonzept für Geseke gibt es bislang nicht. Jedoch hat die FDP vor der Sommerpause einen Antrag eingereicht, dass die Verwaltung „umfassende Zielvorstellungen und Umsetzungsstrategien für öffentliche und private Flächen“ erarbeiten soll. Gleichzeitig schränken die Liberalen ein: „Sicher ist der klimatische Unterschied in Geseke nicht so ausgeprägt, wie er das in größeren Städten ist“.
In Geseke wird knapp ein Drittel des verbrauchten Stroms (166,4 Gigawattstunden) durch regernative Quellen produziert – davon jeweils ein Drittel aus Solar-, Biomasse und Windenergie.(Franz Purucker)

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