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Foto: Polizei Paderborn
Promille nur beim Feiern - nie am Lenkrad! Über Karneval müssen nicht nur verkleidete Jecken mit verstärkten Alkoholkontrollen im Kreis Paderborn rechnen.
NR-Land

Karneval: So viel Alkohol am Steuer ist erlaubt

Donnerstag, 20. Februar 2020 von Franz Purucker / Polizei Paderborn

Die fünfte Jahreszeit wird im Kreis Paderborn gerne gefeiert: Für die Beamten der Kreispolizeibehörde Paderborn bedeutet das höchste Alarmbereitschaft. Die Jecken müssen sich besonders auf Alkoholkontrollen einstellen – auch Radfahrer. Die Strafen wurden erst kürzlich verschärft.

„In Maßen kein Problem – zu viel mitunter schon“, schreibt die Polizei in ihrer Presseerklärung. Grundsätzlich gilt: Wer durch eine auffällige Fahrweise – beispielsweise Schlängellinien oder einen Unfall auffällt, kann ab 0,3 Promille wegen Trunkenheit am Steuer bestraft werden. Achtung: 0,3 Promille sind bereits bei einer 0,33-Liter-Bierdose erreicht. In einer Stunde wird durchschnittlich 0,1 bis 0,15 Promille Alkohol abgebaut.

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Bei mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut kommt es zu einer Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Strafen: Es werden ein Bußgeld von 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot verhängt. Wer beim zweiten oder dritten Mal erwischt wird, muss 1.000 bis 1.500 Euro zahlen und zwei bis drei Monate seinen Führerschein abgeben. Ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat und es drohen Gefängnis oder hohe Geldstrafen.

Für Fahranfänger gilt ein striktes Alkoholverbot. Verstöße werden mit einem Punkt in Flensburg und 250 Euro Geldbuße bestraft, solange unter 0,5 Promille nachgewiesen werden.

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Auch Radfahrern drohen Strafen

Auch Radfahrer sollten die Finger vom Alkohol lassen: Bei mehr als 1,6 Promille drohen drei Punkte in Flensburg, ein Bußgeld sowie eine Anordnung zur medizinisch-psychologische Untersuchung. Radfahrer, die die MPU nicht bestehen, müssen ihren Führerschein abgeben und können sogar ein Fahrverbot fürs Fahrrad auferlegt bekommen.

Deshalb sollten Jecken schon vor dem ersten Glas überlegen, wie sie sicher nach Hause kommen. Öffentliche Verkehrsmittel oder auch Taxen sind eine sichere Alternative zum Auto.

Die Polizei wird sich über Karneval an Jugendschutzkontrollen der Ordnungs- und Jugendämter beteiligen. Dabei gilt, dass Spirituosen und sogenannte Alco-Pops erst ab 18 Jahren erlaubt sind. Bier, Biermischgetränke, Wein und Sekt dürfen ab 16 Jahren getrunken werden. Auch der Verkauf an Jugendliche wird kontrolliert.

Bei verdächtigen Beobachtungen: Sofort 110 anrufen!

Die Beamten appelliert außerdem an die Karnevalisten,  verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei melden. Wenn jemand Hilfe benötigt oder in Bedrängnis gerät, gilt es nicht zu zögern und die Polizei zu rufen – im Notfall immer über die Nummer 110. Wer selbst Courage zeigt und Hilfe leistet, beachtet den Grundsatz, sich nicht unnötig in Gefahr zu bringen.

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Wo viele Menschen zusammenkommen, steigt die Gefahr von Taschendiebstählen. Feiernde sollten Handys, Portmonees und andere Wertgegenstände dicht am Körper oder in der Kleidung oder unter dem Kostüm tragen. Unnötige Wertgegenstände sowie große Bargeldmengen lassen Jecken am besten zu Hause. Taschen oder Rucksäcke bitte nicht unbeaufsichtigt lassen.

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