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Foto: Gartenbau NRW
Am 18. April entzünden die Friedhofsgärtner an Kapellen und auf den Friedhöfen mit lila Kerzen ein Licht gegen das Vergessen.
Geseke

Kapelle öffnen Türen zum Gedenktag der verstorbenen der Corona-Pandemie

Sonntag, 18. April 2021 von NR Redaktion

Für diesen Sonntag, 18. April, hat Bundespräsident Steinmeier einen Gedenktag für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie aufgerufen. Der Geseker Geistliche Monsignore Wilfried Schulte hat dies zum Anlass genommen, gemeinsam mit einigen Geseker Beerdigungsinstituten eine besondere Möglichkeit zur stillen Einkehr für Angehörige zu schaffen.

So werden am Sonntag die Türen der Friedhofskapelle von 11 bis 13 Uhr geöffnet. Wer möchte, kann eine Kerze entzünden. Monsignore Schulte wird ab 11 Uhr vor Ort sein und steht auch für Gespräche zur Verfügung. Die Corona-Regeln (Maske, Abstand) sollten natürlich eingehalten werden.

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Die Friedhofsgärtnereien und Bestatter werden an diesem Gedenktag deutschlandweit lila Kerzen mit dem Aufdruck „Für Dich – für Mich“ an den Kapellen und auf den Friedhöfen entzünden. Hintergrund: Die Möglichkeiten zu trauern, sind in der Pandemie stark eingeschränkt. Nur der engste Familienkreis darf an der Trauerfeier teilnehmen und tröstende Umarmungen sind nicht möglich. Oft können Hinterbliebene den Sterbenden in den letzten Stunden nicht begleiten – ein einsamer Weg für die Sterbenden, aber auch für die Angehörigen.

Der ohnehin schon schwere Trauerprozess wird so noch schwerer, denn auch die Trauergemeinschaft fällt in Pandemiezeiten weg. Die Beerdigungsinstitute und Friedhofsgärtnereien erleben tagtäglich, wie sehr viele Angehörige unter dieser Situation leiden. Besonders an diese Betroffenen richtet sich die Aktion „Licht gegen das Vergessen“.

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