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Foto: Flughafen Paderborn/Lippstadt
Wie geht es mit dem heimischen Flughafen weiter? Ein Rettungspaket mit starkem Personalabbau soll die Zukunft sichern.
NR-Land

Kann Personalabbau den Airport retten?

Freitag, 31. Juli 2020 von Heike Tebbe

Der Flughafen Paderborn / Lippstadt steht in der wohl schwersten Krise seines über 50-jährigen Bestehens. Die Corona-Pandemie mit dem Wegbrechen nahezu aller Einnahmen hat die wirtschaftliche Situation so sehr verschärft, dass der Airport nun innerhalb des nächsten halben Jahres in allen Bereichen neu aufgestellt werden muss. 

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Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung hatten sich am Donnerstag für ein von der Flughafen-Geschäftsführung ausgearbeitetes Sanierungsmodell sowie ein Fortführungskonzept ausgesprochen. Kernpunkt ist die Reduzierung der Abfertigungskapazitäten von derzeit 900.000 auf 300.000 Flugpassagiere pro Jahr. Das bedeutet Personalabbau: Rund 170 eigene Mitarbeiter beschäftigt der Airport im Bereich Abfertigung. Wie vielen von ihnen der Verlust ihres Arbeitsplatzes droht, ist noch unklar. In einer Pressemitteilung des Kreises Paderborn ist von einem „erheblichen Teil“ die Rede. 

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Derzeit fallen wegen der Corona-Krise – trotz hoher Kurzarbeitsquote – monatliche Verluste von 700.000 Euro an. Durch den Personalabbau will der Airport einen Teil dieser Verluste kompensieren und den Gesamtzuschuss aller Gesellschafter auf jährlich 2,5 Millionen Euro begrenzen, unabhängig von der Entwicklung der Passagierzahlen.

Die Finanzierungsmittel für das Sanierungsmodell und Fortführungskonzept müssen die kommunalen Gesellschafter beschließen. Dafür gibt es mehrere Optionen, die im Detail noch verhandelt werden müssen. Die Gremien tagen voraussichtlich Ende September, Anfang Oktober. 

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