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Blaulicht im Nachthimmel
Foto: Symbolfoto Pixabay
Die 15-Jährige Täterin sitzt jetzt in U-Haft.
Umland (Raum Paderborn)

Mord durch die Schwester: Junge wurde im Schlaf erstochen

Freitag, 8. November 2019 von Franz Purucker

Im Fall des getöteten Dreijährigen durch seine 15-jährige Halbschwester liegt nun das Ergebnis der Obduktion vor: Demnach wurde der Junge wohl mit 28 Messerstichen getötet.

In ihrer polizeilichen Vernehmung vor dem Haftrichter bestritt die Beschuldigte die Tat ausdrücklich nicht und hielt sich selbst für die Täterin, machte jedoch Erinnerungslücken für sich geltend.

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Die Tatverdächtige auf dem Fahndungsfoto. Zum Schutz ihrer Persönlichkeit haben wir das Gesicht verpixelt. Foto: Polizei

Der Haftrichter des Amtsgerichts Detmold erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Detmold einen Haftbefehl wegen Mordes, gestützt auf die Haftgründe der niedrigen Beweggründe und Heimtücke.

Als Motiv für die Tat ist davon auszugehen, dass die Beschuldigte in einem schwierigen familiären Umfeld lebte und eine tiefe Abneigung gegen den Halbbruder entwickelt hat. Einen konkreten Anlass für die Tat benannte sie nicht. Es wird davon ausgegangen, dass das Opfer zum Zeitpunkt der Tat schlief.

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Als Haftgrund ist zunächst der bei Kapitaldelikten einschlägige Grund der Schwere der Tat angenommen worden, darüber hinaus jedoch auch Fluchtgefahr, was u.a. durch das Verhalten nach der Tat begründet ist.

Die Beschuldigte wird nun in die für junge Gefangene zuständige JVA Iserlohn gebracht werden. Wie in solchen Fällen üblich wird ein psychiatrischer Sachverständiger sich demnächst mit der Frage beschäftigen müssen, ob die Beschuldigte bei Begehung der Tat in der Schuldfähigkeit eingeschränkt war.

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