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Ein Kind aus Syrien in einer Gruppe von Kindern
Foto: Shutterstock (Symbolbild)
Kindern ist die Nationalität ihrer Spielkameraden oft egal. Auch Sprachbarrieren spielen oft keine Rolle. Trotzdem überraschen neue Zahlen des statistischen Landesamtes, in wie vielen Familien deutsch nicht die vorwiegend gesprochene Sprache ist.
NR-Land

Jedes vierte Kita-Kind mit ausländischen Wurzeln

Samstag, 14. September 2019 von Franz Purucker

Vor allem Sprachbarrieren sorgen in den Kindergärten für Probleme. Integration beginnt oft schon im Kindergarten. Das zeigen jetzt veröffentliche Zahlen von IT.NRW – dem Statistikdienst des Landes.

Demnach liegt der Anteil an Kindern im Kindergarten, bei denen mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist im NR-Land je nach Region bei 16 bis 26 Prozent. Die meisten Kinder mit ausländischen Wurzeln gibt es mit 26,8 Prozent in Bad Wünnenberg und Büren (24,8 Prozent). Dazu sei aber angemerkt, dass in beiden Städten auch der Anteil der Kinder zwischen drei und sechs Jahren, die eine Kita besuchen mit 96,3 (Bad Wünnenberg) und 97,6 Prozent (Büren) besonders hoch ist.

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In Delbrück wachsen 23,9 Prozent der Kita-Kinder mit mindestens einem ausländischen Elternteil auf. In Geseke (15,3 Prozent) und Salzkotten (18,8 Prozent) ist deren Anteil am geringsten. Der Landesdurchschnitt liegt bei 32,8 Prozent. Zum Vergleich: In Lippstadt hat mehr als jedes dritte Kind (35,8 Prozent) ein Elternteil mit ausländischen Wurzeln. In Bielefeld liegt der Anteil sogar bei 44 Prozent.


Sprachbarriere vor allem in Großstädten ein Problem

Entsprechend hoch sind auch die Sprachbarrieren in den Kitas: So spricht mehr als jedes zehnte Kind in Büren (13,9 Prozent), Bad Wünnenberg (11,8 Prozent) und Salzkotten (10 Prozent) zu Hause vorwiegend eine andere Sprache – also nicht deutsch. In Delbrück und Geseke trifft dies auf jedes achte Kind (16 bis 16,8 Prozent) zu. Damit liegen alle NR-Städte weit unter dem NRW-Durchschnitt, der bei 27,2 Prozent liegt.

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Dieser ist deshalb so hoch, weil insbesondere in den Großstädten die Sprachbarriere wesentlich größer sind. In Lippstadt beispielsweise sprechen 29,8 Prozent aller Kita-Kinder zu Hause nicht vorwiegend deutsch, in Paderborn sind es 26,5 Prozent. Spitzenreiter ist auch hier mit 38,8 Prozent der Kinder die Stadt Bielefeld, der zu den höchsten Werten in ganz NRW zählt. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2018. Wie diese erhoben werden, wurde nicht angegeben.

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