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Foto: IT NRW
Ein denkbares Bild aus dem NR-Land: Mehrere Schüler mit unterschiedlicher Herkunft arbeiten gemeinsam an einem Projekt.
NR-Land

Jeder dritte Schüler im NR-Land hat eine Zuwanderungsgeschichte

Sonntag, 1. November 2020 von Franz Purucker

Klassen mit hohen Migrantenanteilen werden vor allem aus Berliner Schulen immer wieder in den Medien thematisiert – jedoch gibt es diese auch im NR-Land. Neue Zahlen vom Landesstatistikamt IT.NRW liefern dazu einen genauen Einblick. 

Ausgewertet wurde, wie viele Schüler bestimmter Schulformen im Schuljahr 2019/2020 eine Zuwanderungsgeschichte haben. Dazu zählen im Ausland geborene und nach Deutschland zugewanderte Schülerinnen und Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder deren Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist. NRW-weit steigt der Anteil dieser Schüler seit Jahren an.

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Den höchsten Migranten-Anteil weist die Schülerschaft der Geseker Realschulen auf, wo laut Statistik 84,7 Prozent der Schüler dieses Merkmal erfüllen. Insgesamt hat in der Hellweg-Stadt mehr als jeder dritte Schüler (38,6 Prozent) eine Zuwanderungsgeschichte. An der Sekundarschule betrifft dies knapp jedes zweite Kind (44,9 Prozent) und an den Grundschulen 38,4 Prozent.

In Salzkotten ist der Migrationsanteil besonders am Berufskolleg auffallend hoch und liegt bei 72,1 Prozent, in den Jahren davor sogar bei 100 Prozent. An der Gemeinschaftsschule erfüllen dieses Merkmal 30,5 Prozent der Schüler und an der Grundschule 29,7 Prozent. Über alle Schulen hinweg erfüllt etwa jedes vierte Kind diese Kriterien (24,7 Prozent).

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Ähnlich sind die Zahlen in Büren: Hier haben 23,4 Prozent der Schüler eine Zuwanderungsgeschichte, am höchsten ist der Anteil mit 40,4 Prozent an der Gesamtschule. An den Grundschulen fallen darunter 30,2 Prozent.

Den geringsten Migrantenanteil im NR-Land gibt es in an den Bad Wünnenberger Schulen, wo etwa jeder fünfte Schüler über eine Zuwanderungsgeschichte (21,7 Prozent) verfügt. An den Grundschulen trifft dies 24,7 Prozent der Schüler zu, an allen anderen Schulformen zwischen 19,2 und 21,7 Prozent der Schüler.

Insgesamt fällt auf, dass nur wenige Schüler mit Zuwanderungsgeschichte Gymnasien besuchen. An den beiden Bürener Gymnasien haben lediglich 8,9 Prozent – also weniger als jeder Zehnte – eine Migrationsgeschichte, in Geseke etwa jeder Dritte (31,8 Prozent). 

Nicht betrachtet wurden Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs.

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