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Ein Arzt nimmt einer Patientin mit einem Stäbchen eine Probe ab.
Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
NR-Land

Inzidenz-Wert steigt auch im Kreis Paderborn: Minister besprechen mit Merkel Maßnahmen und Lockdown

Mittwoch, 14. Oktober 2020 von Franz Purucker

Bislang war der Inzidenzwert im Kreis Paderborn NRW-weit einmalig im einstelligen Bereich. Das ändert sich mit den nun gemeldeten Neuinfektionen des Paderborner Kreisgesundheitsamtes. In Berlin sitzen Bund und Länder zusammen, um über neue Maßnahmen zu sprechen – denkbar ist auch ein Lockdown.

Das Kreisgesundheitsamt meldet zehn neue COVID-19-Fälle, davon vier in Paderborn, zwei in Borchen, je eine Neuinfektion in Bad Wünnenberg, Büren, Delbrück, und Salzkotten. Fünf Corona-Erkrankte habe eine Infektion überstanden und gelten als genesen. Unterm Strich sind 54 Menschen in sieben Kommunen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert (aktive Fälle).

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Betroffen ist weiterhin Paderborn mit 37 aktiven Fällen, gefolgt von Delbrück (5), Büren (4), Borchen (3), Bad Wünnenberg (2), Salzkotten (2), Bad Lippspringe (1). In drei Kommunen- das sind Altenbeken, Hövelhof und Lichtenau – ist derzeit offiziell niemand infiziert.

Neun Corona-Patienten (vier mehr gegenüber dem Vortag) befinden sich im Krankenhaus, drei von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Der aktuelle 7-Tages-Inzidenz steigt damit auf 11, weil es 11 neue Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gibt.

Steigt dieser Wert auf 35, wird ein Frühwarnwert erreicht, ab 50 gilt die Region als Risikogebiet. Was dann passieren soll, darüber gibt es aktuell eine Konferenz im Bundeskanzleramt in Berlin mit Angela Merkel und den Länderchefs.

Gibt es einen erneuten Corona-Lockdown?

Durchgesickert ist bereits, dass ein erneuter Lockdown wie im April denkbar ist, wenn alle Maßnahmen nicht greifen. Die BILD zitiert aus einem internen Papier: „Kommt der Anstieg der Infektionszahlen (…) nicht spätestens binnen 10 Tagen zum Stillstand, sind weitere gezielte Beschränkungsschritte unvermeidlich, um öffentliche Kontakte weitergehend zu reduzieren. In diesen Fällen ist insbesondere im ersten Schritt eine Kontaktbeschränkung einzuführen (…).“

Die SPD-regierten Länder schlagen unterdessen einen Umkreisbeschränkung vor – das also Bewohner aus Risikogebieten sich nur noch im engen Umkreis reisen dürfen. Der Vorschlag wird beim Treffen der Kanzlerin diskutiert.

Andere Länder diskutieren eine Ausweitung der Maskenpflicht, Sperrzeiten – also eine Ausgangssperre am Abend oder Alkoholverbot sowie strengere Regeln für Feiern in der Öffentlichkeit.

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