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Foto: Stadt Büren / R. Meyer
Alles fließt: Während er seine Funktionalität tagtäglich unter wirbelnden Rollen, Rädern und Reifen beweist, zeigen sich die organischen Formen des Bürener Skateparks am besten aus der Luft. So wie die Alme durch die Landschaft unterhalb des historischen Bürener Stadtkerns mäandert, schlängelt sich auch der Skatepark durch die Auen und ermöglicht so ein fließendes Fahrerlebnis, einen „Flow“.
Büren

Internationaler Architekturpreis für den Flowpark in den Almeauen

Sonntag, 19. Dezember 2021 von Heike Tebbe

Die Ken Rosewall Arena in Sydney / Australien, das Minoru Centre für Active Living in Richmond / Kanada, das Rugby- und Schwimmzentrum in Rio de Janeiro / Brasilien – und der Almeauen Flowpark in Büren / Deutschland: Mit seinem vor einem Jahr eröffneten Skatepark gehört Büren zu den weltweiten Top-Adressen im Bereich barrierefreie Sportanlagen. Ende Oktober wurde die Skateanlage unterhalb des Mauritius-Gymnasiums mit einem der bedeutendsten internationalen Architekturpreise für Sport-, Freizeit- und Erholungsbauten ausgezeichnet: der IPC/IAKS-Auszeichnung für barrierefreie Sportanlagen.

Architekt Ralf Maier und Wigbert Löper als Vertreter der Stadt Büren nahmen den Preis bei einem Festakt in Köln vor einem hochkarätigen internationalen Fachpublikum entgegen. Die Auszeichnung wird von der Internationalen Vereinigung Sport- und Freizeiteinrichtungen (IAKS) und dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) vergeben. Die beiden Organisationen zeichnen damit alle zwei Jahre „beispielhaft gut gestaltete und gleichzeitig funktional gelungene Sportanlagen“ auf der ganzen Welt aus.

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Das Kölner Planungsbüro hatte in seinen Entwürfen den Verlauf der Alme aufgegriffen. „Die Alme, die sich dort schlängelt, stand unserem Konzept in doppeltem Sinne Pate: Der mäandernde Verlauf des Baches wurde in der Form eines „dahinfließenden“ Skateparks nachempfunden und ermöglicht ein fließendes Fahrerlebnis – einen Flow. Der Name Flowpark war geboren“, so Ralf Maier.

Bislang habe es in den Almeauen nur Kinderspielmöglichkeiten gegeben – mit der Skateanlage sei ein Treffpunkt auch für Jugendliche geschaffen worden.

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Die jungen Leute erhalten durch die IPC/IAKS-Auszeichnung ebenfalls ein positives Feedback, denn sie waren im Vorfeld mit beteiligt und konnten in mehreren Planungsgesprächen ihre Ideen einbringen. Dabei spielte nicht nur der sportliche Aspekt eine Rolle, sondern auch das Thema Inklusion: Der Flowpark ist barrierefrei zugänglich und kann auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden – sogar mit Wettkampfsbefähigung.

Inzwischen ist der Flowpark längst ein lebendiger Treffpunkt für die Jugend der Stadt. Mit seinen Rails (Geländer), Curbs (Blöcke) und anderen Obstacles (Hindernisse) finden nicht nur Skateboard- und Longboardfahrer, sondern auch BMX-Räder, Dirtbikes, Scooter, Inlineskater und immer mal wieder auch „Rolli-Fahrer“ auf dem fließenden Rundparcours einen „artgerechten“ Tummelplatz.

Finanziell gefördert wurde das Projekt übrigens durch das Land NRW sowie durch den Bund.

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