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Foto: AOK/hfr (Symbolfoto)
Geseke

In dieser Geseker Arztpraxis werden Innovationen der Zukunft getestet

Mittwoch, 18. November 2020 von NR Redaktion

Der Termin beim Arzt wird online vereinbart, smarte Telefonassistent ersparen lange Warteschleifen und die Dokumentation des Arztbesuches erfolgt per Spracherkennung. Außerdem eine digitale Patientenaufnahme bis hin zur digitalen Diagnose von Hauterkrankungen – dies alles sind digitale Lösungen, die eine Geseker Praxis nun testen darf.

Die Praxis Göckeler-Leopold in Geseke ist eine von fünf Modellpraxen im Kreis Soest, welche die Anwendungen bis zum 31. Dezember 2021 proben. „Diese Themen stellen allesamt hochrelevante Lösungsmöglichkeiten für Patientenservice, Patientenversorgung und Praxismanagement dar“, ist Projektleiter Benedikt Meyer zu Theenhausen sicher.

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Dass die Resonanz der Haus- und Fachärzte im Kreis Soest auf das Angebot der Kreiswirtschaftsförderung so positiv war, war im Vorfeld nicht erwartet worden. „Wir freuen uns sehr über das hohe Interesse der Arztpraxen im Kreis Soest an unseren digitalen Modellpraxen. Es zeigt die aktuellen Herausforderungen und den Handlungsbedarf im Gesundheitswesen auf, dem künftig unter anderem mit Hilfe digitaler Lösungen begegnet werden kann. Davon sind wir überzeugt“, betont Markus Helms, Geschäftsführer der wfg.

Damit auch die Bewerber, die nicht ausgewählt wurden, vom Modellprojekt profitieren und Erfahrungen austauschen können, wird gleichzeitig das Netzwerk wfg.Gesundheit eingerichtet. Das Netzwerk bietet niedergelassenen und niederlassungsinteressierten Ärzten eine schnelle und einfache Möglichkeit, sich per Chat zu den Themen Niederlassung und Digitalisierung auszutauschen.

Es wird voraussichtlich im 1. Quartal 2021 starten. Benedikt Meyer zu Theenhausen: „Wir möchten dazu beitragen, den Austausch in der Ärzteschaft und der Bevölkerung zum Thema Digitalisierung zu intensivieren und auf dieser Basis die medizinische Versorgung im Kreis Soest verbessern.“

Neben dem Geseker Arzt arbeiten die Praxen Arp, Erley und Klein in Bad Sassendorf, die Praxis Weinz in Ense das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Maria Hilf in Warstein und die Praxis Calles, Hansen und Weber in Wickede/Ruhr mit dem System.

Ergebnisse der Modellpraxen werden Anfang 2022 erwartet, wenn auch das Förderprojekt wfg.medPULS endet. Die Modellpraxen werden im Rahmen des Förderprojektes wfg.medPULS der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH aufgebaut, das durch das Bundesprogramm Ländliche Entwicklung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird.

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