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Foto: Shutterstock
Gehört zum Grundwissen von Obstbaumwarten: Der richtige Beschnitt (Symboldbild).
NR-Land

Im Einsatz für die Streuobstwiesen

Sonntag, 3. Juli 2022 von NR Redaktion

Pflanzen, schneiden, pflegen: 40 Frauen und Männer werden derzeit im südlichen Paderborner Land zu Obstbaumwarten ausgebildet. Sie unterstützen Besitzer von Obstbäumen und Streuobstwiesen bei der Pflege, Erweiterung und Neupflanzung von Beständen. Die Ausbildung wird von der Biologischen Station Kreis Paderborn – Senne e.V. im Rahmen des LEADER-Projektes „Streuobstwiesen aktiv“ angeboten. 

Streuobstwiesen liefern nicht nur gesunde Lebensmittel vor der Haustür. Sie sind wertvolle Ökosysteme für Pflanzen, Insekten und andere Tiere. 

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Einst prägten verstreut stehende, hochstämmige Obstbäume unsere Landschaft. Jede Generation pflanzte für die nächste nach. So war der Erhalt dieser wichtigen Lebensmittelquelle gesichert. Diese Tradition ist in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen. Übrig geblieben sind Wiesen mit vereinzelten Obstbäumen, die zum Teil müde ihre Äste hängen lassen. 

Wie wichtig diese Ökosysteme sind, zeigt das steigende Interesse von Einzelpersonen und öffentlichen Einrichtungen. Vom liebevoll gepflegten Apfelbaum im Hausgarten bis hin zu Ausgleichsmaßnahmen für Bauprojekte – der Wunsch ist groß, dieses Kulturgut stärker in unser Landschaftsbild zurückzuholen. 

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Mit dem Pflanzen eines Obstbaumes ist es nicht getan. Wer eine lange und reiche Ernte einfahren möchte, muss seine Bäume regelmäßig pflegen. Hier helfen die Obstbaumwarte. Wer selbst Hand anlegen möchte, besucht einen Schnittkurs. Ferner können die Experten für Baumschnitt, Veredelung und Beratung angefragt werden. 

Erworbenes Wissen weitergeben

Die bis April 2023 laufende Ausbildung unterteilt sich in sechs Module. Die Streuobstwiesenexperten erhalten umfangreiches Wissen zur Sortenwahl, Anpflanzung sowie den Schnitttechniken für den Erziehungs- und den Altbaumschnitt sowie die Sommerpflegemaßnahmen. Weitere Inhalte sind Veredelung, Ökologie der Streuobstwiesen und Fördermöglichkeiten. 

Das erworbene Wissen möchten die Absolventen auf unterschiedlichste Weise für den Schutz dieses ökologisch wertvollen Lebensraumes einsetzen. Sascha Glaser etwa engagiert sich schon lange ehrenamtlich für Natur und Umwelt sowie den Erhalt der Kulturlandschaft. 

Als Klimaschutzmanager der Stadt Büren und Vorsitzender der Gruppe „Naturerlebnis Wewelsburger Almetal“ ist es sein Ziel, das Wissen rund um Streuobstwiesen und die weitreichenden Auswirkungen dieser Ökosysteme auf das Klima zu erhalten und weiterzugeben. Die Vernetzung unter den Obstbaumwarten ist für ihn dabei ein wichtiger Multiplikator.

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