arrow_back
Foto: Bialas / Kreismuseum Wewelsburg
Setzen zum 3D-Höhenflug an (v.l.): Kirsten John-Stucke (Leiterin Kreismuseum), Landrat Christoph Rüther, Ministerin Scharrenbach, Bernhard Hoppe-Biermeyer MdL und Peter Wibbe (Zentrale Dienste, Büro des Kreistages).
Büren

Im 3D-Flug durch die Wewelsburg: Dafür dienen diese Aufnahmen

Samstag, 17. April 2021 von NR Redaktion

Der Turmfalke stürzt sich vom Nordturm der Wewelsburg, er rast Richtung Boden, biegt rechtzeitig ab und setzt seinen Flug durch die Ausstellungsräume der Wewelsburg fort. Die rasanten Flüge des Museumsmaskottchen Falko können die Besucher des Kreismuseums Wewelsburg zukünftig mittels Virtual-Reality-Brille in 3D verfolgen.

Möglich wird dies durch das Projekt „Digitale Wewelsburg“, das vom Land im Zuge des „Heimatförderprogramms NRW“ gefördert wird. Ministerin Ina Scharrenbach übergab am Mittwoch die Förderzusage über 465.600 Euro persönlich an Landrat Christoph Rüther und Museumsleiterin Kirsten John-Stucke.

Anzeige

„Das Projekt ist – im übertragenen Sinne – zu einem virtuellen Höhenflug gestartet. Dank der 3D-Technik werden ungewöhnliche Einblicke in die Ausstellung der Wewelsburg eröffnet“, erklärte die Ministerin Scharrenbach bei ihrem Besuch. Insgesamt kostet das Projekt 582.000 Euro, die Förderung seitens des Ministeriums beträgt 80 Prozent.

Für das Projekt wird das Renaissance-Schloss mithilfe modernster Technologie komplett digital vermessen – von innen und von außen. Fotodrohnen, 360-Grad-Panoramakameras und 3D-Laserscanner kommen zum Einsatz. „Wir erschaffen quasi einen digitalen Zwilling der Wewelsburg“, erklärt Museumsleiterin Kirsten John-Stucke.
Ein Zwilling mit doppelter Funktion. Er wird zum einem im Gebäudemanagement eingesetzt, um Schäden auf dem Dach oder der Fassade festzustellen. Das erspart dem Kreismuseum den aufwendigen Aufbau von Gerüsten und Hubsteigern.

Anzeige

Für die Bürger spannender ist der zweite Einsatzbereich in der museumspädagogischen Arbeit. Gerade der jüngeren Generation kann durch das Projekt die wechselhafte Geschichte der Wewelsburg mittels 3D-Flügen und –Modellen, einer App und einem virtuellen Ausstellungsraum nähergebracht werden.

Auch Besucher mit körperlichen Einschränkungen werden sich über die neuen Möglichkeiten freuen. Besondern die Kellerräume und -gänge sowie die Gruft, die bisher von Rollstuhlfahrern nicht besucht werden konnten, können dann per digitalen Rundgang erforscht werden.

AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail