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Das Madolinorchester bei seiner Probe.
Geseke

Ihre Leidenschaft gehört der Mandoline

Donnerstag, 30. Januar 2020 von Marion Heier

Das Mandolinenorchester Geseke feiert am Samstag, 1. Februar, im Festsaal des Geseker Gymnasiums Antonianum sein 90-jähriges Bestehen und hat sich dafür etwas ganz besonderes überlegt.

„Einzigartig wird das Mandolinenorchester Geseke (MOG) durch seine Mitglieder, die sich engagieren und mit Herzblut musizieren“, sagt die Vorsitzende Daniela Pape, für die das Spiel im 90. Jahr des Ensembles mittlerweile zum Leben gehört. Auch wenn sie als Achtjährige lieber Gitarre gelernt hätte: „Man kam einfach hierher und ist dann mitgewachsen“. 

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Was sich positiv auswirkte. Nach über 50 Jahren ist daraus für Daniela Pape eine beständige Leidenschaft geworden, die sie mit über 30 Aktiven teilt. Langjährige Mitgliedschaften seien die Regel. So manche 50- und 60-jährige Mitgliedschaft wurde in den letzten Jahren ausgezeichnet. Jetzt also feiert das rege MOG Geburtstag – mit einem Festkonzert am Samstag, 1. Februar. 

Das MOG besteht aus Musikern im Alter zwischen 24 und 82 Jahren. Die meisten sind lange dabei .

Gegründet wurde es in den 1920er Jahren von Heinrich Kühnast, dem ersten musikalischen Leiter. Er wollte Zupfmusik, die als Haus- und Wandermusik galt, innerhalb eines Orchesters pflegen. So wurde 1930 das Mandolinenorchester zunächst unter dem Namen „Waldfrieden“ gegründet. Unter Kühnasts Einsatz wuchs das MOG in den 50er Jahren zum größten Jugendzupforchester in Westfalen heran. In den 60er-Jahren verzeichnete der Verein über 100 Mitglieder und war sogar das größte Orchester seiner Art im Bundesgebiet. 

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Ein Höhepunkt war die Untermalung einer Papst-Audienz in den 80er-Jahren.

Das Orchester spielte bereits in vielen Städten Europas

„Freude an der Musik und die Geselligkeit sind die Erfolgszutaten für unser langjähriges Bestehen“, sagt Daniela Pape. Die Zupfmusiker teilen neben der Leidenschaft zur Musik viele unvergessliche, freundschaftliche Momente. Die schönsten Ereignisse seien persönliche Feiertage, Geburtstage oder Jubiläen, zu denen das MOG aufspielt. Die Familien werden immer mit eingebunden. Auch ist so manche Partnerschaft daraus entstanden. 

Feiert im Jubeljahr 10-Jähriges: Dirigent Martin Volmer.

Das MOG ist eine reisefreudige Truppe. Es wurden und werden Städte in ganz Europa angesteuert. Gastkonzerte in München oder bei der Prager Winter-Kultur-Festwoche gehören dazu sowie als unvergesslicher Höhepunkt die musikalische Untermalung einer Papstaudienz in Rom während einer Italienreise. 

Mit Gründung der Städtepartnerschaft Loos – Geseke ging eine bis heute bestehende Vereinsfreundschaft hervor. Es fanden mehrere Konzerte in Loos, aber auch in Geseke statt.

Das Mandolinenorchester im Jahre 1952

MOG geht für die Musik sogar ins Wasser

Das MOG ist ein regional sehr aktiver Verein, kooperiert mit Chören und Musikern und ist sozial engagiert. Konzerte im Rahmen von Landesgartenschauen, beim Neujahrsempfang oder zur Vorweihnachtszeit im Seniorenheim gehören zum Jahresprogramm. Und immer auch spontane Herausforderungen, wie die Cold Water Challenge 2014, zu der die Aktiven in den Geseker Teich stiegen.

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Die Cold Water Challenge im Geseker Teich im Jahr 2014.

Erster Vorsitzender und musikalischer Leiter war Heinrich Kühnast. Damals bestand der  Verein aus 16 Personen. Kühnast pflegte die Zupfmusik während des Krieges im privaten Kreis und sorgte dafür, dass das Vereinsleben in der Nachkriegszeit wieder zu neuer Blüte kam. Unermüdlich bildete er Gitarren- und Mandolinenspieler aus und ließ daraus ein Orchester von bundesweiter Reputation erwachsen. Der Bund deutscher Zupfmusiker überreichte Heinrich Kühnast 1967 die Goldene Ehrennadel. Ab 1967 übernahm Hans Simper den Taktstock – bis 2007, mit kurzer Unterbrechung von 1983 bis 1987. In dieser Zeit übernahm Hans-Jürgen Garn die Leitung. Von 2007 bis 2009 dirigierte Franz-Heinrich Hasse, seit 2010 Martin Volmer. Für Interessierte: Das MOG probt mittwochs ab 20 Uhr im Schubertsaal der Musikschule Geseke. 

Das große Festkonzert am Samstag

Beim Jubiläumskonzert des Mandolinenorchesters Geseke am Samstag, 1. Februar, um 19.30 Uhr im Festsaal des Gymnasiums Antonianum zeigt das Orchester mit einem Mix aus modernen und traditionellen Arrangements, wie breit es aufgestellt ist. „Games of Thrones“ und Titel aus „Herr der Ringe“ gehören genauso dazu wie Mandolinen-Klassiker und Pop-Evergreens. Solisten sind Robert Mattenklotz am Saxophon und Antje Wieneke an der Querflöte.

• Karten gibt es bei der Buchhandlung Berg, der Sonnen-Apotheke, allen Orchester-Mitgliedern sowie an der Abendkasse.

Mehr Infos unter: www.Mandolinenorchester-Geseke.de 

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