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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Ein Unfall sei passiert und es müsste kurzfristig Geld für das Krankenhaus oder den Bestatter bereitsgestellt werden. Mit diesem Trick versuchen die Täter an das Geld ihrer Opfer zu kommen.
NR-Land

„Ihr Sohn hatte einen schweren Unfall“ – nicht auf diese Geschichten hereinfallen

Freitag, 6. November 2020 von NR Redaktion

Betrüger schecken vor nichts mehr zurück, um an Geld zu kommen. Aktuell häufen sich Anrufe falscher Polizisten, die mit tragischen, aber frei erfundenen Geschichten versuchen, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Die Geschichten gehen soweit, dass der Sohn, die Tochter oder das Enkelkind bei einem Unfall verstorben wären.

Für Krankenhaus oder Bestatter werden dann hohe Geldsummen verlangt – auch um „von einer Anzeige abzusehen“. Die Angerufenen sollen mit niemanden über die Angelegenheit sprechen. Seit Dienstagabend laufen die Betrugsversuche.

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Vermeintliche Opfer meldeten sich aus Büren, Bad Lippspringe, Salzkotten und Borchen. Vermutlich sind auch andere Orte von der betrügerischen Anrufserie betroffen.

Bankmitarbeiter verhindert Betrug

Ein ganz aktueller Fall spielte sich am Donnerstag ab. Eine 86-jährige rief bei ihrer Bank an, weil sie 35.000 Euro von ihrem Konto abheben wollte. Die Mitarbeiterin bemerkte, dass die Frau wohl Opfer von Betrügern werden sollte und klärte die Seniorin auf. Die 86-Jährige wandte sich dann umgehend an die Polizei.

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Mit „Hallo Omi“ hatte sich bei der Paderbornerin ein junger Anrufer am Telefon gemeldet. Der vermeintliche Enkel war angeblich in einen Autounfall verwickelt und wollte sich 35.000 Euro „leihen“. Nachmittags meldete sich der falsche Enkel nochmal am Telefon und fragte nach dem Geld. Weitere Anrufe blieben aus.

In einem anderen Fall verlangte eine Betrügerin, die sich gegenüber einer 64-jährigen Paderbornerin als Enkelin ausgegeben hatte, 38.000 Euro für den Kauf einer Wohnung. Hier fiel der Betrug sofort auf.

Von einer 79-jährigen Frau aus Salzkotten verlangte ein falscher Enkel mittags 22.000 Euro – wieder mit der Unfall-Masche. Die Seniorin bemerkte schnell, dass der Anrufer nicht ihr Enkel ist und legte auf.

Später am Nachmittag versuchte es vermutlich der gleiche Täter erneut. Diesmal war der Ehemann (79) am Telefon. Er wusste von dem betrügerischen Anrufer und beendete das Gespräch sofort.

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Die Betrugsmaschen am Telefon sind vielfällig. Ob Falsche Polizisten oder falsche Enkel oder andere kriminelle Tricks die Täter wollen immer das gleiche – das Geld ihrer Opfer! Sie setzten die Angerufenen und Druck und machen Angst.

Deswegen rät die Polizei:

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