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Foto: Johannes Büttner
Museumspädagoge Anton Hillebrand und seine Kollegen nehmen die Besucher gerne mit auf eine Zeitreise durch die Schulgeschichte. Dabei erleben die Besucher auch eine Unterrichtsstunde im Klassenzimmer aus der Kaiserzeit.
Büren

Hier kann man auf Zeitreise durch die Schulgeschichte gehen

Samstag, 6. März 2021 von Johannes Büttner

Das Bernhard Wolff-Schulmuseum der Stadt Büren gehört zu den kulturellen Einrichtungen der Stadt Büren, die über die Stadtgrenzen hinaus auf Interesse stoßen. Hier erleben die Besucher anhand zeitgenössischer Exponate und  informativer Führungen eine Zeitreise durch die Schul-Geschichte. Vor wenigen Wochen ist der Initiator, Gründer und Namensgeber des Schulmuseums, Bernhard Wolff, im Alter von 92 Jahren verstorben. Die NR hat aus diesem Anlass einen Blick in die Entstehungsgeschichte des Museums geworfen.

Die Ursprünge des Museums gehen zurück in die Zeit, als das Volksschul-Modell im Zusammenhang mit der Schulreform von 1968 auslief. Besonders die kleinen Dorfschulen fielen der Zentralisierung zum Opfer. Allein im Stadtgebiet Büren mussten fünf Volksschulen geschlossen werden. Die Gebäude standen leer und ihr Inventar wurde nicht mehr benötigt. Kaum jemand war an alten Schulbänken interessiert, auch wenn sie nur eine D-Mark kosteten. 

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Dies brachte den Bürener Lehrer Bernhard Wolff auf die Idee,  zumindest einen Teil des Inventars zu retten. Der gebürtige Schlesier, der zunächst als Lehrer in Harth und dann an der Hauptschule in Büren lehrte, machte sich auf, um erhaltenswerte Objekte aus den Schulen zu sichern. 

Eingelagert wurden die Objekte zunächst in Kellerräumen der Bürener  Hauptschule. Der Bestand wuchs ebenso rasant wie die Sammelleidenschaft von Bernhard Wolff. Pfiffige Ideen, wie die Projektwoche zum Thema „Schule früher, Schule heute“ an der Hauptschule Anfang der 80er Jahre, sorgten für einen weiteren Bestandszuwachs. Die Schüler waren aufgefordert worden, Schulutensilien ihrer Eltern und Großeltern mit zum Unterricht zu bringen. 

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Eine Idee, die nicht nur einen weiteren Zuwachs an Exponaten brachte, der Erfolg begeisterte auch Schulleiter Helmut Diermann und Schulrat Konrad Weber  dermaßen, dass sie eine Dauerausstellung in der Schule  anregten. Der Grundstein für das Schulmuseum war damit gelegt. Schon wenige Jahre später, 1984, wurde in einem ehemaligen Kursraum der Mühlenkamp-Schule das Schulmuseum eingerichtet.

Leidenschaft und Engagement

Mit viel Leidenschaft und Engagement gelang es Bernhard Wolff, der sich in Büren auch als Ortsheimatpfleger, Kommunalpolitiker und Leiter der Kreisbildstelle einen Namen gemacht hat, das Museum weiter auszubauen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Unterstützung fand der Pädagoge im Kreis des Kollegiums und bei Museumsfreunden. 

Heute wird das Museum geleitet von Anton Hillebrand, Agnes Köster-Großbrömer, Heinz Wördenweben, Simone Ahlemeyer und Sabrina Knoblich. Sie sorgen gemeinsam mit der Touristikgemeinschaft der Stadt Büren dafür, dass die Leitgedanken von Bernhard Wolff weitergetragen werden:  

Allen Interessierten, auch Schulklassen und Erwachsenengruppen, soll ein anschaulicher Einblick in eine historische Schulsituation vermittelt werden. Auch können Anschauungsmaterialien für den Schulunterricht ausgeliehen werden. Last, not least, werden Forschungen auf dem Gebiet der Schulgeschichte durch die Ausleihe von Literatur gefördert und unterstützt.

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  Infos & Kontakt

• Der Besuch des Schulmuseums wird erst nach entsprechenden Lockerungen der Corona-Auflagen wieder möglich sein. Dann finden an jedem 4. Sonntag eines geraden Monats ab 16 Uhr öffentliche Führungen statt. Außerdem sind weitere Öffnungen nach Vereinbarung möglich.

• Ansprechpartner:  

Touristikgemeinschaft Büren,  Tel. 0 29 51 – 970 204  

 Anton Hillebrand,   Tel. 0 29 51 – 42 58

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• Das Museum befindet sich im Obergeschoss der Gesamtschule Büren, Eingang B, Kleffnerstr. 6 

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