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Foto: Stadt Büren
Sorgen für den Erhalt des Fischbestands: Fritz Becker (Hegegemeinschaft Almeäsche), Dr. Marc Schmidt (Landesfischereiverband Westfalen und Lippe), Hans-Bernd Janzen (stv. Landrat Paderborn), Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Michael Bischof (Verein Angelfreunde und Hegegemeinschaft), Klaus Geschwinder (Angelfreunde Almetal Büren) und Klaus Laufkötter (Angelsportverein Lippstadt).
Büren

Hegegemeinschaft setzt 12.000 Fische aus

Sonntag, 27. Juni 2021 von NR Redaktion

Seit acht Jahren kämpft eine Gruppe von Naturfreunden um das Überleben der Äsche in heimischen Gewässern. Der Fisch war noch vor wenigen Jahren zahlreich, doch Umweltfaktoren setzten seinem Lebensraum derart zu, dass der Bestand dem Niedergang geweiht war.

Mit der Aussetzung von Jungäschen und vielen weiteren Maßnahmen versuchen die Mitglieder der „Hegegemeinschaft Almeäsche“, die Population wieder aufzubauen. Allein in diesem Jahr sind 12.000 einjährige Jungäschen sowie mehrere tausend Brütlinge an den Laichplätzen in Alme, Afte und Lippe ausgesetzt worden.

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„Die Äsche speziell in der Alme, Afte, Altenau, Lippe und ihrer Nebengewässer ist ein sehr empfindlicher Fisch. Änderungen in der Nahrung oder Beschaffenheit des Lebensraums führen sehr schnell zum Ableben. Diese Fischart speziell in der Alme ist erwiesenermaßen genetisch unverfälscht und noch in der ursprünglichen Form vorhanden“, so Fritz Becker, Vorsitzender der Hegegemeinschaft.

Eine der Ursachen des dramatischen Rückgangs des Fischbestandes ist die zunehmende und oft betonähnliche Verhärtung der Kiesbänke der Flüsse. Äschen sind Kieslaicher und benötigen sauberen, feinen Kies, um ihre Eier abzulegen und befruchten zu können. Durch Überdüngung und Übernutzung des Grünlands gelangen zu viel Gülle und Düngemittel in die Flüsse, wodurch die Kiesbänke verkleben und steinhart werden. Dort findet der Nachwuchs dann keinen Schutz mehr und kann nicht heranwachsen.

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Neben der Aussetzung von Jungäschen ist auch die Renaturierung von Flussläufen und ihrer Nebenläufe eine wichtige Maßnahme im Kampf um die Äsche. „Äschen sind nicht nur Speisefische, sondern bilden auch ein wichtiges Nahrungsmittel für den Eisvogel und für eine intakte Unterwasserwelt“, so Fritz Becker.

Zahlreiche Mitglieder unterstützen die Hegegemeinschaft, darunter auch die Stadt Büren, der Wasserverband Obere Lippe, die Biologische Station Kreis Paderborn und die Untere Fischereibehörde. Über die Fischereiabgabe werden Fördermittel eingeworben, die für ein Monitoring und den Aufbau der Äschenpopulation einge-setzt werden.

Mehr Infos über die Äsche gibt es im Video „Hilfe für die Äschen“ des Ruhrverbandes, zu sehen auf YouTube.

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