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Hebammen während des Unterrichts. Archivbild, St. Vincenz-Campus
Foto: St. Vincenz-Campus (Archivbild)
Hebammen üben im praktischen Unterricht den Geburtsvorgang.
Salzkotten

Hebammen am Salzkottener und Paderborner Krankenhaus werden bald in Bielefeld ausgebildet

Donnerstag, 12. November 2020 von Franz Purucker / NR Redaktion

Nach langer Zeit der Ungewissheit ist die Zukunft der Hebammenausbildung in OWL gesichert. Die Hebammenschule des St.Vincenz-Campus für Gesundheitsfachberufe wird ab September 2021 Praxiseinrichtungen der FH Bielefeld. Dies betrifft auch angehende Hebammen am St. Josefs Krankenhaus in Salzkotten

Die Landesregierung wies insgesamt 45 Studienplätze der „Angewandten Hebammenwissenschaft“ für die Region aus. „Wir freuen uns sehr, dass mit der FH Bielefeld ein Hochschulstandort gefunden wurde. 25 der ausgewiesenen Studienplätze wird die St. Vincenz-Krankenhaus GmbH besetzen können“, so Jürgen Thau, kaufmännischer Geschäftsführer der St.Vincenz-Krankenhaus GmbH, die auch das Salzkottener Krankenhaus betreibt.

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Allein in den Geburtshilfen der St. Vincenz-GmbH kommen jährlich 3.000 Kinder zu Welt. „Der Bedarf an Hebammen ist in OWL enorm. Mit dem neuen Studiengang in Bielefeld hoffen wir, dass wir auch weiterhin von dem sogenannten „Klebeeffekt“ profitieren können: Vor Ort ausgebildete Hebammen bleiben oft in der Region und fangen den Fachkräftemangel ab“.

Neben der Einschreibung am Hochschulstandort erden die Studierenden für den s praktischen Teil des Studiums in der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH angestellt sein. Die Einsätze werden in der Geburtshilfe der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn und des St. Josefs-Krankenhauses Salzkotten durchgeführt. Derzeit wird geprüft, ob zusätzlich Praxiseinheiten im St. Elisabeth-Hospital Gütersloh, dem KlinikumLippe in Detmold und dem St. Johannisstift Paderborn möglich sein werden.

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Lange war unklar, was die anstehende Akademisierung der Hebammenausbildung für die Paderborner Hebammenschule bedeuten würde. Schon vor knapp zwei Jahren entwickelten die Verantwortlichen des St. Vincenz-Campus aus eigener Initiative heraus einen Lehrplan für den praktischen Teil des Studiums, der ab dem nächsten Jahr in die Tat umgesetzt wird.

Die Ausbildung nach dem traditionellen Muster wird auslaufen. In diesem Jahr hat der letzte reguläre Jahrgang begonnen. „Für uns beginnt nächstes Jahr eine neue Ära. Wir haben jederzeit die Akademisierung des Hebammenberufes befürwortet. Daher freuen wir uns, ein Teil dieser Entwicklung zu sein und aktiv dazu beizutragen, die Hebammenversorgung in unserer Region hochzuhalten“, so Michaela Bremsteller, Leiterin der Hebammenschule.

Folge der Entwicklung ist jedoch auch, dass angehende Hebammen künftig eine Hochschulreife haben müssen. Zwar haben schon heute die meisten angehenden Azubis das Abitur in der Tasche, ermutigen jedoch auf ihrer Website auch Realschulabsolventen sich zu bewerben, da vor allem „soziale oder kommunikativen Fähigkeiten“ zählen würden. Dies reicht künftig nicht. 

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