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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
NR-Land

Halten sich alle an das Kontaktverbot? Die Polizei zieht Bilanz

Montag, 6. April 2020 von NR Redaktion

Die Bilanz der Polizeieinsätze mit Bezug zur Corona-Krise bleibt erfreulich gut. Die meisten Menschen halten sich an die Beschränkungen zur Minimierung der Neuinfektionen. In der vergangen Woche fielen von Montag bis einschließlich Sonntag 131 Einsätze unter dem Stichwort „Pandemie“ an.

In der Woche zuvor, der ersten Woche nach Inkrafttreten der Coronaschutzverordnung, waren es 159 Einsätze. Neben der Polizei sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Ordnungsämter ebenfalls im Einsatz, um die Beachtung der Vorschriften zu kontrollieren und sofern erforderlich nach dem Bußgeldkatalog zu ahnden.

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Wegen Verstößen gegen die zurzeit geltenden Kontaktverbote leitete die Polizei letzte Woche 58 Bußgeldverfahren ein, also nur noch halb so viel wie vorletzte Woche. Die Anzahl der von den Polizisten erstatteten Strafanzeigen blieb mit fünf unverändert.

Dazu kamen zwei Anzeigen wegen Beleidigungen nach Streitigkeiten um Abstands- und Einkaufsregeln in einem Baumarkt und einem Supermarkt. Kunden stritten hier untereinander oder mit dem Sicherheitsdienst.

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Bei einigen Einsätzen schreiten die Einsatzkräfte mit Atemschutzmasken oder weiterer Schutzausstattung ein, um sich selbst vor der Gefahr einer Infektion zu schützen. Nicht immer ist es den Beamten möglich, Abstand zu wahren, beispielsweise wenn Personen durchsucht oder zur Polizeiwache transportiert werden müssen.

Die 131 „Pandemie“-Einsätze erfolgen meistens nach telefonischen Meldungen. Bürger melden „Corona“-Verstöße, vielfach allerdings vermeintliche Verstöße oder kurzfristige Abstandsunterschreitungen, die beim Eintreffen der Polizei bereits beendet und nicht mehr nachvollziehbar waren.

So endeten 52 Einsätze ohne Feststellungen der Einsatzkräfte. In 47 Fällen wurden zwar Personen angetroffen, diese hatten sich jedoch an die Regeln der Coronaschutzverordnung gehalten. Gerade am sonnigen Wochenende wurden Beschwerden wegen „Menschenschlangen“ vor Eisdielen geführt.

In keinem Fall, so die Rückmeldung aus den Einsätzen, lagen Abstandsverstöße der Kunden von Eisdielen vor. 1,5 Meter schreibt die Verordnung vor. Dazu kommt, dass Speisen im Umkreis von 50 Metern um die Verkaufsstelle nicht verzehrt werden dürfen.

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Wer gegen Abstands- und Kontaktregeln verstößt riskiert 200 Euro Bußgeld, im Wiederholungsfall das Doppelte. Das „teure Eis“ scheinen die Kunden allerdings nicht zu mögen.

Die Polizei hofft, dass sich diese positive Entwicklung um die Beachtung der Coronaschutzverordnung fortsetzt. Nur so kann der gemeinsame Kampf gegen die Pandemie gelingen.

Deswegen gilt, so die Polizei, auch in der Karwoche und für die kommenden Osterfeiertage der Appell: „Bleiben Sie zuhause! Wir bleiben für Sie da!“

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