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Glyphosat
Foto: Mike Mozart (CC BY 2.0)
Das Pflanzenschutzmittel Round-Up ist der Markennamen unter dem Glyphosat weltweit von Monsanto verkauft wird.
NR-Land

Glyphosat: Wie ernst nehmen es Baumärkte mit der Beratung?

Dienstag, 16. Januar 2018 von Franz Purucker

Wir geben an, ein Mittel zur Unkrautvernichtung zwischen Gehwegplatten für unsere Oma zu suchen, die sich nicht mehr bücken kann. Im ersten Baumarkt finden wir das Mittel vorschriftsmäßig verschlossen hinter einer Glasvitrine. „Das ist verboten“, sagt uns die Mitarbeiterin, bietet uns das Pflanzengift aber trotzdem zum Kauf an. Nachprüfen könne sie sowieso nicht, wie wir das Mittel letztlich einsetzen.

In einem zweiten Baumarkt finden wir das Mittel auf den ersten Blick gar nicht. Das Regal mit den Pflanzenschutzmitteln befindet sich hinter einem Verkaufstresen. Die Mitarbeiterin reagiert sofort: „Das dürfen Sie nicht zwischen Gehwegplatten einsetzen.“ Intensiv geht sie auf die Umweltschäden ein und zeigt Alternativen auf: Entweder ein Gerät zum Abflammen des Unkrauts oder ein Gerät zur mechanischen Fugenreinigung. Der Markt führt Glyphosat nicht. Zu diesem Schritt haben sich die Ketten OBI, Toom, Globus Baumarkt und Hagebaumarkt schon vor einigen Jahren entschieden.

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In einem dritten Baumarkt finden wir eine besonders große Auswahl an glyphosathaltigen Produkten – auch hier vorschriftsmäßig gesichert hinter einer abgeschlossenen Glasvitrine. Auch hier der Hinweis, dass der Einsatz auf Gehwegplatten verboten ist.


Interessant: Der Mitarbeiter gibt uns den Tipp, die Platten mit Bio-Außen-Reiniger zu reinigen. Läuft der Stoff in die Fugen, verschwindet quasi als Nebeneffekt auch das Unkraut.

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