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Kinder Schueh dicht an dicht
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Der einfache Übergang in den "eingeschränkten Kita-Regelbetrieb" ist laut Gewerkschaft kaum zu stemmen.
NR-Land

Gewerkschaft geht Kita-Öffnung in NRW zu schnell

Freitag, 22. Mai 2020 von NR Redaktion

Es sollte ein schrittweiser Wiedereinstieg hin zu mehr Kita-Alltag werden. Jetzt erhöht die Landesregierung ihr Tempo. Für die komba gewerkschaft nrw so nicht nachvollziehbar, weil der Infektionsschutzes schwer einzuhalten sei.

„Aus der Notbetreuung zurückzukehren ist zweifelsohne richtig und wichtig, aber die Antwort auf das Wie ist hier entscheidend. Der bisherige stufenweise Weg sorgte für einen klaren Handlungsrahmen. Das nun aufgenommene Tempo, ohne die Ergebnisse aus den schrittweisen Öffnungen erst einmal abzuwarten, führt bei den Beschäftigten zu Unverständnis und großer Verunsicherung“, kritisiert Sandra van Heemskerk, stellvertretende Landesvorsitzende der komba gewerkschaft nrw.

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Während der Notbetreuung wurden sowohl die im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) festgelegten Gruppenformen, als auch der Fachkraft-Kind-Schlüssel ausgesetzt. Die Gruppen sollen ab dem 8. Juni wieder auf KiBiz-Niveau laufen, der Personalschlüssel bleibt jedoch abgesenkt.

„Nach der langen Abwesenheit der Kinder braucht es jetzt unbedingt pädagogische Fachkräfte, um die vergangene und kommende Zeit fachkompetent aufzuarbeiten und zu begleiten. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Gruppengrößen auf das Niveau vor Corona erhöht werden, aber der festgeschriebene Personalschlüssel weiter missachtet wird. Frühkindliche Bildung braucht Fachkräfte“, sagt van Heemskerk.

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Wenn ab dem 8. Juni der eingeschränkte Regelbetrieb in Kindertagesstätten – sofern regional möglich – tatsächlich aufgenommen wird, sieht die komba gewerkschaft nrw die geltenden Hygienestandards, das Betreuungsumfeld und die Personalsituation in zahlreichen Fällen nicht ausreichend gewährleistet. Für die komba sind die Gesundheit sowie der Schutz des Personals allerdings entscheidend für das Funktionieren des Kita-Systems.

„Ein eingeschränkter Regelbetrieb heißt für uns immer auch, die Betreuungskapazitäten an den vorhandenen Personalbestand anzupassen. Schutz und Sicherheit geht vor Tempo“, macht van Heemskerk deutlich.
Auf Unverständnis stößt zudem der Umstand, dass eine weitreichende Öffnung alleine und ausschließlich für die Kindertageseinrichtungen nicht aber für Schulen gelten soll.

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