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So sehen die Betonwürfel mit eingelassener Messingtafel aus, die der Künstler Gunter Demnig selbst verlegt.Foto: Pixabay
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
So sehen die Betonwürfel mit eingelassener Messingtafel aus, die der Künstler Gunter Demnig selbst verlegt.
NR-Land

Geseker Verwaltung sieht große Hürden für Stolpersteine

Samstag, 26. Juni 2021 von Franz Purucker

Die Stadt Salzkotten machte 2009 den Anfang. In der Sälzerstadt befinden sich inzwischen 31 Stolpersteine vor zehn Häusern, um an die durch Nazis deportierten und ermordeten Juden in der Stadt zu erinnern.

In Büren fiel vor zwei Jahren der Entschluss, Stolpersteine in Weine zu verlegen. Die Pandemie hat die Ausführung etwas gebremst, sodass die Verlegung nun für Herbst dieses Jahres zusammen mit einem kleinen offiziellen Feierlichkeit geplant ist.

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In Bad Wünnenberg sind Stolpersteine im Bereich der Paderborner Straße 17 und 19 geplant, wobei es aktuell an den freien Kapazitäten des Künstlers scheitert.

In Geseke wird nach einem Antrag der SPD nun ebenfalls darüber diskutiert, wobei es Bedenken gibt.
Die Verwaltung sieht einerseits die Herausforderung, die Geseker von der Verlegung der Stolpersteine vorm eigenen Haus zu überzeugen.

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Diskussionen gibt es auch bezüglich der Kosten: Die Stolpersteine werden nicht pro Haus, sondern pro Person verlegt. Allein in der Innenstadt kommen 40 Stellen infrage, was bei 120 Euro pro Stein Kosten von mehr als 5.000 Euro verursachen dürfte. „Hinzu kommen dann noch die Kosten für die Vorbereitung durch den Bauhof, die derzeit noch nicht beziffert werden können“, so die Verwaltung in der Vorlage.

Die Kosten sollen dann in dem Doppelhaushalt 2023/2024 berücksichtigt werden. In anderen Städten wurden die Steine häufig auch von privaten Spendern, Unternehmen oder Vereinen übernommen.

Die Betonwürfel mit eingelassenen Messingtafeln verlegt der Künstler Gunter Demnig, der die Aktion bundesweit initiiert hat, in der Regel selbst.

Die Verwaltung weist auf einem großen Rechercheaufwand im Zuge der Sache hin: „Es ist ausdrücklicher Wunsch des Künstlers, dass die Familienschicksale möglichst umfassend recherchiert werden“, heißt es in der Vorlage. Diese Aufgabe würden wohl die Stadtarchivarin Evelyn Richter oder ein Verein übernehmen.

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