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Zwei Müllmänner schieben eine Mülltonne ans Müllfahrzeug.
Foto: Shutterstock
NR-Land

Gewaltige Preisunterschiede bei der Müllabfuhr

Dienstag, 16. Juli 2019 von Franz Purucker

Die Müllgebühr ist von der Größe der Mülltonnen abhängig. Die kleinen 80-Liter Tonnen sind insgesamt günstiger als die größeren 120 oder 240 Liter-Tonnen. Das bedeutet auch: Wer weniger Müll verbraucht, kann eine kleinere Tonne beantragen und damit Geld sparen.

Die Kreise bestimmen den Preis

Die Kommunen müssen ihre Abfälle nämlich bei den Entsorgungsbetrieben des Kreises einliefern und dafür Gebühren zahlen. Die Gebühr der Entsorgungswirtschaft Soest (ESG) ist dabei höher als die des Eigenbetriebes im Kreis Paderborn mit dem Namen Abfall, Verwertung, Entsorgung (A.V.E.).

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Niedrige Zinsen schmälern Einnahmen

Wobei auch der Kreis Paderborn mit der Sitzung im Dezember an der Gebührenschraube gedreht hat und das hat globale Ursachen. Der A.V.E. ist zur Bildung von Rückstellungen verpflichtet, die am Finanzmarkt angelegt werden. 

Über die Zinsen ließ sich in den vergangenen Jahren ein kleines Plus erwirtschaftet, wodurch der Kreis weniger Gebühren verlangen musste. Durch die Niedrigzinsphase, fallen diese Gewinne jedoch geringer aus. Hinzu kommt, dass die Kosten des A.V.E jedes Jahr um zwei Prozent steigen. 

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Gebührenerhöhung steht bevor

Die Folge: Die Gebühren, die der Eigenbetrieb des Kreises, den Kommunen in Rechnung stellt steigen: Für Haus- und Sperrmüll werden 6,5 Prozent mehr und zwar 148 Euro pro Tonne fällig. Der Biomüll verteuert sich um 7,5 Prozent auf 99 Euro pro Tonne. 

Die Städte Salzkotten und Delbrück geben diese Erhöhung bereits seit dem Jahreswechsel an ihre Bürger in Form höherer Gebühren weiter. 

Salzkotten erhöhte die Müllgebühr je nach Müllaufkommen um 12 bis 21 Prozent und begründet ihre Erhöhung darüber hinaus mit höheren Abfuhrkosten für das Sammeln und Transportieren des Mülls, ein Kostenpunkt der im ländlich geprägten NR-Land im Vergleich zu Großstädten wie Paderborn nicht unerheblich ist.

In Delbrück stiegen die Gebühren ebenfalls. Außerdem erhebt die Stadt nun erstmals für jede Abfuhr des Sperrmülls eine Gebühr von 30 Euro. Bislang hat Delbrück als einzige Stadt im Verbreitungsgebiet die Sperrmüllabfuhr – die jährlich rund 150.000 Euro kostet – über die Gebühr der grauen Tonne finanziert, unabhängig davon ob die Sperrmüllabfuhr genutzt wurde.

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